Aktive Karte Stress

Bodenfeuchte Deutschland

Datenstand: 17.08.2026 Datenbasis: DWD-CDC-Tagesraster unter Gras Modell AMBAV 2.0 · letzter verfügbarer DWD-Tageswert
Datum
Monatsarchiv
Weitere Agrarkarte Waldbrandgefahr
Analyse

Wasserversorgung und Trockenstress unter Gras, 0–30 cm

Die Karte ordnet die modellierte Bodenfeuchte unter Gras von extremem Trockenstress bis zu möglichem Sauerstoffmangel anhand der DWD-Klassen ein. Sie dient als deutschlandweite Orientierung und bildet nicht die Bedingungen einer bestimmten Kultur ab.

Datenbasis Tägliche DWD-CDC-Raster der Bodenfeuchte unter Gras. Die Daten werden mit AMBAV 2.0 in einem 1 × 1-km-Raster berechnet und können wegen der meteorologischen Eingangsdaten mit zeitlichem Nachlauf vorliegen.

Aufbereitung Kartografische Aufbereitung und Zusammenfassung der Bodenfeuchteklassen durch Blick aufs Wetter.

Navigation Mit Play, Tages- und Monatssprung lassen sich die archivierten Tageskarten als Verlauf ansehen.

Bodenfeuchte als Tagesanalyse

Die Karten zeigen die modellierte Bodenfeuchte unter Gras. Sie sind keine universelle Bodenfeuchte für jede Kultur: Wurzeltiefe, Entwicklungsstadium und Verdunstung unterscheiden sich je nach Pflanzenbestand.

Die Bodenfeuchte reagiert langsamer als Temperatur, Wind oder Radar. Deshalb ist die tagesweise Ansicht besonders sinnvoll: Sie zeigt, wie sich trockene und feuchtere Phasen über mehrere Tage oder Wochen entwickeln.

Visualisierung durch Blick aufs Wetter: Die DWD-CDC-Tagesraster werden für Deutschland grafisch aufbereitet und in ein bedienbares Kartenarchiv übertragen.

FAQ

Was bedeuten die Bodenfeuchte-Karten im Alltag?

Die Karten helfen dabei, Regen, Trockenphasen und Pflanzenstress besser einzuordnen. Entscheidend ist nicht nur, ob es geregnet hat, sondern ob genug Wasser im Boden angekommen ist und dort auch verfügbar bleibt.

0-30 cm oberflächennaher Wurzelraum unter Gras; regionale Orientierung für Rasen, Beete und flach wurzelnde Pflanzen
0-60 cm erweiterter Wurzelraum unter Gras; Hinweis auf länger anhaltende Trockenphasen
Versorgung & Stress von extremem Trockenstress bis zu möglichem Sauerstoffmangel

Die Karte zeigt die mit dem DWD-Modell AMBAV 2.0 berechnete Bodenfeuchte unter Gras in Prozent der nutzbaren Feldkapazität (% nFK). Hohe Werte stehen für mehr pflanzenverfügbares Wasser, niedrige Werte für trockene Böden. Weiße Flächen innerhalb Deutschlands können fehlende Modellwerte sein, etwa auf versiegelten Siedlungsflächen.

Die Schicht 0-30 cm reagiert schneller auf Regen, Sonne und Wind. Die Schicht 0-60 cm beschreibt einen tieferen Bodenbereich und verändert sich langsamer. Beide Karten beziehen sich auf die Modellvegetation Gras. Für andere Kulturen können Wurzelraum, Entwicklungsstand und Wasserverbrauch deutlich abweichen.

Die Stressdarstellung folgt den Klassen des DWD für Prozent nutzbarer Feldkapazität (% nFK):

unter 10 %
extremer Trockenstress
10 bis unter 30 %
Trockenstress
30 bis unter 50 %
leichter Trockenstress
50 bis unter 70 %
ausreichende Wasserversorgung
70 bis unter 90 %
gute Wasserversorgung
90 bis unter 110 %
möglicher Sauerstoffmangel
ab 110 %
Überversorgung und Sauerstoffmangel

Im Garten hilft die Karte bei der groben Einschätzung, ob regional oberflächennaher Trockenstress wahrscheinlich ist. Ob tatsächlich gegossen werden muss, sollte zusätzlich direkt vor Ort anhand der Bodenfeuchte geprüft werden. Für Rasen bietet die Modellvegetation Gras einen direkten Anhaltspunkt; bei Beeten, Gehölzen und anderen Kulturen ist die Karte nur eine regionale Orientierung.

Für die Landwirtschaft geben die Karten einen schnellen regionalen Überblick, wo die Wasserversorgung unter Gras knapp wird oder sich nach Regen verbessert. Andere Kulturen besitzen eigene Wurzeltiefen, Entwicklungsstadien und Verdunstungsraten. Die Darstellung ersetzt deshalb weder kulturspezifische DWD-Produkte noch eine schlagspezifische Bodenprobe oder lokale Messung.

Bodenfeuchte ist ein träger Wert. Sie verändert sich meist deutlich langsamer als Radar, Temperatur oder Wind. Der DWD berechnet die Produkte täglich; wegen der benötigten meteorologischen Eingangsdaten kann der ausgewiesene Datenstand hinter dem Kalendertag liegen. Entscheidend ist deshalb immer das ausdrücklich angegebene Datum der Modellanalyse.

Nein. Die Karten geben einen räumlichen Überblick für Deutschland. Vor Ort können Bodenart, Hanglage, Bewuchs, Versiegelung, Beschattung und die zuvor gefallenen Niederschläge zu deutlichen Abweichungen von der Karte führen. Für konkrete Bewässerung, Landwirtschaft oder Baumpflege sollte die Karte deshalb als Orientierung genutzt und mit lokalen Beobachtungen kombiniert werden.
Mobile Version