Überblick der Wetterlage
Das aktuelle Niederschlagsradar zeigt eine markante Regen- und Gewitterzone, die sich vom südwestlichen Baden-Württemberg über das nördliche Elsass bis in den Raum Frankfurt und weiter östlich bis in Richtung Unterfranken erstreckt. Damit liegt der Schwerpunkt der Niederschläge momentan klar über dem südwestlichen und mittleren Teil Deutschlands, während der Norden und Osten weitgehend trocken bleiben.
Südwesten und Schwarzwald
Über dem Schwarzwald, im Raum Freiburg bis hinunter in die Nordschweiz, sind sehr intensive Niederschläge zu erkennen. Die Radarfärbung reicht hier bis in kräftiges Rot und vereinzelt sogar in violette Bereiche, was auf Starkregen mit Gewittercharakter hindeutet. Hier ist mit kurzzeitig hohen Niederschlagsmengen, teils Hagel und kräftigen Windböen zu rechnen. Auch über dem Elsass und entlang des Rheins bis Karlsruhe treten starke Schauer auf, die sich weiter nordostwärts verlagern.
Rhein-Main-Gebiet
Im Großraum Frankfurt am Main ist ebenfalls ein stark ausgeprägter Niederschlagskern zu erkennen. Auch hier treten sehr intensive Niederschläge auf, die örtlich von Gewittern begleitet sein dürften. Die Strukturen deuten auf konvektive Entwicklungen hin, also einzelne Gewitterzellen, die sich in eine Linie einfügen. Damit besteht auch das Risiko von kleinräumigen Unwettern.
Mittlerer Süden (Stuttgart – Nürnberg – München)
Über Baden-Württemberg und im Übergang nach Franken hinein ziehen weitere Schauerfelder, die teils kräftig ausfallen. Um Stuttgart und nördlich davon zeigt das Radar mittlere bis starke Intensitäten, während nach Osten in Richtung Nürnberg erste Ausläufer zu erkennen sind. Der Großraum München ist nach aktuellem Stand noch trocken, könnte aber im Laufe der nächsten Stunden von den ostwärts ziehenden Regengebieten erfasst werden.
Norden und Osten
Norddeutschland (Hamburg, Bremen, Hannover) sowie große Teile Ostdeutschlands (Berlin, Leipzig, Dresden) liegen weiterhin unter trockeneren Bedingungen. Dort zeigen sich höchstens einzelne, sehr schwache Reflexionen, die keine nennenswerte Relevanz haben. Hier dominiert nach wie vor ruhiges Wetter.
Einschätzung
Die aktuelle Wetterlage ist stark geprägt von konvektiven Niederschlägen, die in Südwestdeutschland für teils unwetterartige Erscheinungen sorgen. Besonders in einem Streifen von Freiburg über Stuttgart bis Frankfurt besteht lokal die Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen. Richtung Norden und Osten bleibt es dagegen ruhig.
Die weitere Entwicklung hängt von der Zugrichtung der Zellen ab: Bei anhaltender West-Südwest-Strömung wird sich das Regen- und Gewitterband in den nächsten Stunden weiter nach Osten und Nordosten ausbreiten, sodass auch Franken und später Teile Bayerns betroffen sein könnten.