Deutschland erlebt derzeit eine Wetterlage, die man ohne Übertreibung als flächendeckend winterlich bezeichnen kann. Schnee, Frost und teils kräftiger Wind haben das gesamte Land erfasst – mit regional sehr unterschiedlichen Akzenten. Die entscheidende Frage lautet nun: Ist das nur ein kurzes Intermezzo oder hat sich der Winter festgesetzt?
Winterlage: Kaltluft hält das Land im Griff
Mit einer eingeflossenen kalten Luftmasse liegt Deutschland weiterhin auf der kalten Seite des Strömungsmusters. Besonders markant ist dabei der Gegensatz zwischen dem vergleichsweise sonnigen Süden und dem deutlich unbeständigeren Norden und der Mitte. Immer wieder ziehen Schauerstaffeln durch, die vor allem im Norden und Osten Schnee oder Graupel bringen. In höheren Lagen sorgt der lebhafte Wind zusätzlich für Verwehungen – ein klassisches Winterbild.
Schneelage: Wo liegt wie viel?
Die Schneeverteilung ist ausgesprochen typisch für eine west- bis nordwestlich geprägte Winterlage:
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Alpen und Alpenvorland: Geschlossene Schneedecke, in höheren Lagen teils zweistellig. In den Nächten strenger Frost über Schneeflächen.
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Mittelgebirge (Schwarzwald, Erzgebirge, Harz, Bayerischer Wald): Mehrere Zentimeter Schnee, lokal deutlich mehr in Staulagen. Dauerfrost verbreitet.
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Norddeutschland: Wechselhaft mit Schneeschauern, örtlich kurze, aber kräftige Schneefälle oder Graupel. Schneedecke oft nur vorübergehend, aber wiederkehrend.
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Westen und Niederrhein: Weniger Schnee, häufig nur nasskalt, aber auch hier winterlich kühl.
Damit zeigt sich: Winterlich ist es überall, tiefwinterlich vor allem im Süden und im Bergland.
Aussichten: Hält der Winter durch?
Sonntag, 04.01.26
Der Süden profitiert weiterhin von ruhigem Hochdruckeinfluss mit viel Sonne. In der Nordhälfte und im Osten dominieren dagegen Wolken, begleitet von weiteren Schneeschauern – teils mit graupelartigen Niederschlägen. Die Temperaturen bleiben durchweg winterlich, meist zwischen leichtem Frost und knapp über null Grad. Der Wind frischt besonders im Norden zeitweise böig auf und verstärkt dort den winterlichen Eindruck.
Nacht zum Montag
Die Nächte werden vielerorts eisig. Über Schneeflächen sinken die Temperaturen verbreitet in den mäßigen Frostbereich, im Süden und in Alpentälern teils deutlich darunter. Während im Norden noch einzelne Schneeschauer unterwegs sind, beruhigt sich das Wetter in der Mitte und im Süden häufig – mit klarem Himmel oder Hochnebel und stellenweise Nebel.