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Kommt nächste Woche die Hitze zurück nach Deutschland?

Nach ruhigem Sommerwetter mit angenehmen Nächten deutet sich ab Montag in Deutschland eine neue Erwärmung an.

Kommt nächste Woche die Hitze zurück nach Deutschland?

+++ Ausblick und Prognose vom 04.07.2026 +++

Aktuell zeigt sich das Sommerwetter in Deutschland von seiner eher angenehmen Seite. Viele Regionen erleben ruhiges, meist freundliches Wetter, dazu bleiben die Nächte vielerorts noch gut erträglich. Von drückender Hitze ist zunächst keine Rede. Doch der Blick auf die Temperatur in rund 1500 Meter Höhe zeigt: Ab Montag, 06. Juli 2026, beginnt sich die Luftmasse über Mitteleuropa wieder deutlich zu erwärmen.

Die entscheidende Frage lautet daher: Wird daraus nur eine kurze sommerliche Phase – oder kommt die Hitze nach Deutschland zurück?

Warum wir auf 850 hPa schauen

Für die Einschätzung von Wärme- und Hitzelagen ist die Temperatur in 850 hPa besonders hilfreich. Diese Druckfläche liegt je nach Wetterlage ungefähr in 1400 bis 1600 Meter Höhe. Damit befindet sie sich oberhalb der bodennahen Schicht, die tagsüber stark durch Sonne, Bodenbeschaffenheit, Wind, Bewölkung oder lokale Effekte beeinflusst wird.

Die 850-hPa-Temperatur zeigt also recht sauber, welche Luftmasse über Deutschland liegt. Sie sagt nicht eins zu eins die Temperatur am Boden voraus, ist aber ein sehr guter Hinweis darauf, welches Temperaturniveau bei ausreichend Sonne möglich ist.

Als grobe Orientierung gilt im Sommer:
Bei 10 bis 14 Grad in 850 hPa ist meist angenehmes Sommerwetter möglich. Bei 15 bis 18 Grad wird es verbreitet warm bis sehr warm. Ab etwa 20 Grad in 850 hPa steigt das Potenzial für heiße Tage deutlich an, besonders im Westen, Südwesten und Süden Deutschlands. Werte darüber können bei viel Sonnenschein auch deutlich über 30 Grad am Boden ermöglichen.

Montag, 06. Juli: Noch kein flächiger Hitzetag

Am Montag liegt Deutschland zunächst noch in einer Übergangszone. Im Norden und Nordosten ist die Luftmasse weiterhin eher gemäßigt. Dort liegen die 850-hPa-Werte meist im Bereich von etwa 7 bis 10 Grad. Das spricht eher für normales, angenehm temperiertes Sommerwetter.

Anders sieht es weiter südlich und südwestlich aus. Richtung Oberrhein, Südwesten und Alpenraum werden bereits deutlich wärmere Luftmassen sichtbar. Dort steigen die Temperaturen in 850 hPa teils auf 15 bis 20 Grad. Damit beginnt die Erwärmung zuerst dort, wo Sommerhitze in Deutschland häufig am schnellsten Fuß fasst: im Südwesten und Süden.

Dienstag und Mittwoch: Wärmere Luft drückt weiter nach Norden

Am Dienstag und Mittwoch verstärkt sich der Zustrom wärmerer Luft. Besonders über Frankreich, der Schweiz und dem südwestlichen Mitteleuropa liegt dann eine sehr warme bis heiße Luftmasse. Deutschland gerät zunehmend an den Rand dieser Warmluft.

Im Südwesten und Süden sind in 850 hPa zeitweise 20 Grad und mehr möglich. Damit steigt das Potenzial für heiße Tage deutlich an. Im Norden und Nordosten bleibt die Luftmasse dagegen zunächst noch spürbar gemäßigter. Dort ist der Hitzevorstoß schwächer ausgeprägt.

Für Deutschland bedeutet das: Die Hitze kommt nicht sofort flächendeckend zurück, sondern baut sich von Südwesten her auf. Der Temperaturunterschied zwischen Nordosten und Südwesten kann dabei erheblich sein.

Donnerstag und Freitag: Süden und Westen im Fokus

Zum Donnerstag und Freitag zeigt der Modellvergleich eine klare Tendenz: Über West- und Südeuropa etabliert sich erneut eine sehr warme bis heiße Luftmasse. Deutschland liegt dabei am Nordrand dieser Warmluft.

Besonders der Südwesten, Westen und Süden Deutschlands geraten zunehmend in den wärmeren Bereich. Dort können die 850-hPa-Temperaturen je nach genauer Lage der Warmluftgrenze deutlich über 18 bis 20 Grad liegen. Das reicht bei ausreichend Sonne für heiße Tage.

Im Norden und Nordosten bleibt die Entwicklung weniger eindeutig und voraussichtlich gemäßigter. Dort könnte es zwar ebenfalls wärmer werden, die ganz heiße Luft liegt aber nach aktuellem Stand eher weiter südwestlich.

Zum nächsten Wochenende: Wieder heiß im Süden und Westen?

Für das nächste Wochenende nimmt das Hitzerisiko nach der aktuellen 850-hPa-Analyse deutlich zu. Vor allem im Süden, Südwesten und Westen Deutschlands kann es wieder heiß werden. Dort spricht die Luftmasse für Höchstwerte, die bei sonnigem Verlauf verbreitet über 30 Grad steigen können.

Ob sich die Hitze auch weiter nach Norden und Osten ausbreitet, ist noch unsicherer. Der Modellvergleich zeigt zwar eine klare Erwärmung, aber auch Unterschiede bei der genauen Lage der heißesten Luft. Entscheidend wird sein, ob sich die Warmluft stabil über Deutschland legt oder ob von Nordwesten her wieder kühlere Atlantikluft dagegenhält.

Eine neue extreme Hitzewelle für ganz Deutschland ist damit noch nicht sicher. Eine markante Erwärmung mit Hitze im Süden und Westen wird aber wahrscheinlicher.

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Angenehme Nächte zunächst, später wieder wärmer

Ein wichtiger Punkt: Aktuell profitieren viele Regionen noch von angenehmen Nächten. Bei ruhigem Sommerwetter, längeren klaren Abschnitten und noch nicht übermäßig heißer Luftmasse kann die Temperatur nachts vielerorts gut zurückgehen.

Mit der zunehmenden Erwärmung ab Wochenmitte dürfte sich das aber schrittweise ändern. Besonders im Westen und Süden können die Nächte später wieder milder werden. In größeren Städten und in tieferen Lagen ist dann auch eine deutlich geringere nächtliche Abkühlung möglich.

Fazit: Die Hitze kommt zurück, aber zunächst nicht überall

Nach dem derzeitigen Stand sieht es so aus: Ab Montag, 06. Juli 2026, baut sich über Mitteleuropa wieder wärmere Luft auf. Zunächst bleibt es vielerorts noch ruhig und angenehm sommerlich, doch im Verlauf der Woche nimmt die Erwärmung von Südwesten her zu.

Zum nächsten Wochenende rücken besonders Süden und Westen Deutschlands in den Fokus. Dort kann es wieder heiß werden. Für den Norden und Nordosten ist die Lage weniger eindeutig; dort könnte die Hitze schwächer ausfallen oder erst verzögert ankommen.

Die 850-hPa-Analyse zeigt damit keinen sofortigen Hitzeschlag für ganz Deutschland, aber einen klaren Trend: Die sommerliche Wärme legt zu – und im Süden sowie Westen kann daraus zum Wochenende wieder echte Hitze werden.

Unsere aktuelle 850-hPa-Temperaturkarte gibt es hier:

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