Die Leinwand steht, die Trikots liegen bereit - und beim Blick zum Himmel zeigt sich heute Abend schnell: Das Wetter spielt nicht überall dieselbe Taktik. Deutschland trifft bei der WM auf Curaçao. Anstoß ist um 19:00 Uhr deutscher Zeit, gespielt wird im Houston Stadium in Houston, USA. Für die Fans vor den großen Bildschirmen in Deutschland bedeutet das: Public Viewing ist vielerorts gut möglich, aber eher mit Jacke als im ganz leichten Sommermodus.
Zum Spielbeginn wirkt das Wetter in Deutschland nicht wie ein lauer Hochsommerabend, bleibt aber in vielen Regionen brauchbar. Im Westen und Südwesten stehen die Chancen auf einen trockenen Abend am besten. Im Norden, Osten und am Alpenrand sind Wolken, Schauer und kühle Luft deutlich präsenter.
Wetterlage
Deutschland liegt am Abend in einer eher kühlen und leicht wechselhaften Strömung. Die Luft ist nicht richtig kalt, aber für Mitte Juni vielerorts frisch genug, um nach längerer Zeit im Freien spürbar zu werden. Besonders im Norden und Osten halten sich feuchtere Luftmassen, dort können Schauer oder Regenreste unterwegs sein.
Weiter westlich und südwestlich ist die Luft trockener. Dort beruhigt sich das Wetter rechtzeitig zum Anpfiff häufiger, sodass Biergärten, Marktplätze und Fanbereiche im Freien deutlich bessere Bedingungen haben. Der Wind bleibt meist moderat, an den Küsten aber spürbar und macht den Abend dort zusätzlich kühler.
Vorhersage
Norden: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern
Im Norden ist der Fußballabend eher etwas für wetterfeste Fans. Die Temperaturen liegen zum Anpfiff meist nur zwischen 13 und 16 Grad. Besonders in Schleswig-Holstein, an der Ostsee und in Mecklenburg-Vorpommern können Schauer oder leichter Regen durchziehen. Auch an der Nordsee und im weiteren Küstenumfeld fühlt sich der Abend durch den Wind frischer an, als die Werte allein vermuten lassen.
Für Public Viewing heißt das: Trikot ja, aber besser mit Pullover oder Jacke darunter. Plätze unter Zeltdach, Markise oder Tribüne sind klar im Vorteil. Wer länger draußen steht, sollte nicht nur auf den Spielstand achten, sondern auch auf den nächsten Schauer.
Westen: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Im Westen zeigt sich das Wetter deutlich freundlicher. Nordrhein-Westfalen, das Rheinland, das Saarland und weite Teile von Rheinland-Pfalz kommen voraussichtlich recht gut durch den Abend. Wolken sind zwar dabei, Regen spielt aber vielerorts nur eine Nebenrolle. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 15 und 19 Grad.
Damit liefert der Westen solides Public-Viewing-Wetter: nicht sommerlich warm, aber weitgehend entspannt. Für Biergärten, Vereinsgelände und Stadtplätze reicht meist eine leichte Jacke. Besonders im Rheinland und im Saarland stehen die Chancen gut, das Spiel trocken zu verfolgen.
Südwesten: Baden-Württemberg, Oberrhein, Schwarzwald, Schwäbische Alb
Der Südwesten hat heute Abend die besten Karten. In Baden-Württemberg, besonders am Oberrhein und in den tieferen Lagen Badens, bleibt es meist trocken und vergleichsweise mild. Zum Anpfiff sind dort noch Werte um 20 Grad möglich. Das ist im deutschlandweiten Vergleich die angenehmste Mischung aus Temperatur und Wetterruhe.
Richtung Schwarzwald und Schwäbische Alb wird es etwas frischer. Auch dort sieht es aber meist brauchbar aus. Für Public Viewing im Südwesten gilt: sehr ordentliche Bedingungen, solange man für die spätere Abkühlung eine Jacke dabei hat.
Mitte: Hessen, Thüringen, südliches Niedersachsen, Sachsen-Anhalt
In der Mitte Deutschlands ist das Wetter brauchbar, aber nicht ganz frei von Unsicherheiten. Hessen, Thüringen, das südliche Niedersachsen und Teile von Sachsen-Anhalt liegen zwischen den trockeneren Regionen im Westen und den feuchteren Gebieten im Osten. Häufig bleibt es trocken, einzelne Schauer sind aber nicht ausgeschlossen.
Die Temperaturen liegen meist zwischen 15 und 18 Grad. Für Marktplatz, Vereinsgelände oder Biergarten ist das in Ordnung, solange niemand eine laue Sommernacht erwartet. Besonders nach Spielende wird es spürbar frischer.
Osten: Berlin, Brandenburg, Sachsen, östliches Sachsen-Anhalt
Im Osten wird der Abend wechselhafter. In Berlin, Brandenburg, Sachsen und im östlichen Sachsen-Anhalt sind Wolken und örtliche Schauer wahrscheinlicher als weiter westlich. Besonders nach Nordosten hin kann es zeitweise nass werden. Die Temperaturen liegen meist zwischen 14 und 17 Grad.
Für Public Viewing ist das nicht automatisch ein Ausschlusskriterium, aber die Platzwahl wird wichtiger. Wer in Berlin, Brandenburg oder Sachsen draußen schaut, ist mit einem überdachten Bereich besser beraten. Der Abend bleibt eher frisch, und nasse Phasen können die Stimmung im Freien schnell dämpfen.
Bayern: Franken, Oberbayern, Alpenrand
In Bayern zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Franken kommt zunächst häufig trocken und recht ordentlich durch den Abend. Dort liegen die Temperaturen meist zwischen 17 und 20 Grad, sodass Public Viewing im Freien gut möglich ist.
Weiter südlich, besonders in Oberbayern und am Alpenrand, nimmt die Schauerneigung eher zu. Dort wird es kühler, feuchter und nach Sonnenuntergang rasch frisch. Für Public Viewing im Süden Bayerns sind Regenjacke und feste Schuhe die bessere Wahl als der ganz leichte Sommerlook.
Wetter in der Nacht
Nach dem Spiel kühlt es weiter ab. Besonders im Norden, Osten und in den höheren Lagen fühlt sich der Heimweg deutlich frischer an als der Beginn des Abends. Wo Schauer durchgezogen sind oder noch fallen, können Straßen, Wiesenflächen und Plätze nass sein.
Im Südwesten bleibt es insgesamt angenehmer, aber auch dort wird aus dem milden Abend später ein kühler Juniabend. Für Veranstalter und Besucher ist deshalb weniger eine markante Wetterlage entscheidend, sondern die praktische Planung: windgeschützte Bereiche, trockene Sitzplätze und kurze Wege ins Trockene machen heute den Unterschied.