Stand: Sonntag, 09:30 MESZ
Wetterlage
Das Niederschlagsradar zeigt am Sonntagmorgen eine deutlich zweigeteilte Wetterlage. Während weite Teile der Mitte, des Südwestens und Südens nur wenige oder gar keine Niederschlagssignale aufweisen, ist die Nordhälfte deutlich schaueranfälliger. Besonders über dem Norden und Nordosten Deutschlands liegen mehrere Niederschlagsfelder, die teils in Bändern organisiert sind.
Auffällig ist eine Zone vom südlichen Ostseeraum über Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandenburg und in den Raum Berlin. Dort treten neben leichtem bis mäßigem Regen auch einzelne kräftigere Schauerkerne auf. Gelbe bis örtlich orangefarbene Radarsignale deuten darauf hin, dass es lokal kurzzeitig kräftiger regnen kann. Die Niederschläge sind aber nicht flächig gleichmäßig verteilt, sondern schauerartig strukturiert.
Auch im Nordwesten sind zahlreiche kleinere Schauer unterwegs. Betroffen sind vor allem Teile der Niederlande, Ostfriesland, das westliche Niedersachsen sowie der Raum Bremen und Hamburg. Die Echos wirken dort zergliedert und eher wechselhaft. Das bedeutet: Zwischen trockenen Abschnitten können immer wieder kurze Schauer durchziehen, örtlich auch mit nassen Straßen und eingeschränkter Sicht.
Weiter südlich ist die Lage wesentlich ruhiger. In Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen sind nur vereinzelt schwache Niederschlagssignale erkennbar. Einzelne kleine Schauer zeigen sich im Alpenvorland und nahe der österreichischen Grenze, sie bleiben aber räumlich eng begrenzt.
Vorhersage
Im weiteren Verlauf des Sonntags bleibt der Norden und Nordosten am anfälligsten für Schauer. Besonders zwischen Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und dem Berliner Raum muss weiterhin mit wechselnden Bedingungen gerechnet werden. Dort können Schauer in kurzer Zeit kräftiger ausfallen, auch wenn sie meist nur vorübergehend auftreten. Für Verkehr, Ausflüge und Veranstaltungen im Freien bedeutet das: trockene Phasen sind möglich, allerdings sollte jederzeit mit einem neuen Schauer gerechnet werden.
Im Nordwesten setzt sich der wechselhafte Charakter fort. Zwischen Emsland, Weserraum, Bremen, Hamburg und der Nordseeküste ziehen voraussichtlich weitere Schauerfelder durch. Meist bleibt es bei leichtem bis mäßigem Regen, lokal kann ein Schauer aber kurzzeitig intensiver werden. Durch die kleinräumige Verteilung können die Unterschiede groß sein: Während ein Ort kaum Regen abbekommt, kann es wenige Kilometer weiter für eine nasse Fahrbahn reichen.
In der Mitte Deutschlands bleibt die Niederschlagsneigung insgesamt geringer. Einzelne Schauer sind nicht ausgeschlossen, vor allem im Übergangsbereich zur schaueraktiveren Nordhälfte. Längere trockene Abschnitte überwiegen jedoch vielerorts. Für den Alltag und den Verkehr ist dort eher mit wechselnder Bewölkung als mit anhaltendem Regen zu rechnen.
Im Süden und Südwesten sieht das Radar am Morgen vergleichsweise ruhig aus. In Baden-Württemberg, Bayern, am Oberrhein sowie in vielen Teilen Hessens und Rheinland-Pfalz bestehen gute Chancen auf längere trockene Phasen. Einzelne lokale Schauer können sich vor allem im Alpenumfeld oder an den Mittelgebirgen bilden, flächiger Regen zeichnet sich aus dem aktuellen Radarbild aber nicht ab.