Stand: anhand der aktuellen Radarkarte und der Niederschlagsprognose bis Montag, 02 Uhr.
Die Gewitterlage ist heute vor allem in der Mitte Deutschlands deutlich aktiv. Der Schwerpunkt liegt aktuell in einem breiten Streifen vom westlichen Niedersachsen und NRW über Nordhessen bis ins Rhein-Main-Gebiet. Dazu kommen einzelne Zellen im Südwesten und am Oberrhein.
Wo gewittert es aktuell?
Aktuell zeigt das Radar die kräftigste Niederschlags- und Gewitteraktivität in einem Streifen von:
Ruhrgebiet / östliches NRW - Sauerland - Nordhessen - Mittelhessen - Rhein-Main-Gebiet
Besonders auffällig ist der Bereich zwischen Dortmund, Kassel/östlichem NRW, Frankfurt am Main und Mittelhessen. Dort sind teils kräftige Zellen eingelagert, die lokal Starkregen bringen können. Auch westlich davon, Richtung Niederlande und westliches NRW, sind weitere Schauer- und Gewitterzellen unterwegs, allerdings etwas unstrukturierter.
Im Südwesten gibt es zusätzlich einzelne kräftigere Zellen, etwa im Bereich Elsass / Oberrhein / Schwarzwaldrand, während der Norden und Nordosten aktuell deutlich ruhiger wirken.
Wo gewittert es in den nächsten Stunden?
Die stärkste Aktivität dürfte sich in den nächsten Stunden weiter über die Mitte Deutschlands ausbreiten und gebietsweise ost- bis nordostwärts verlagern. Im Fokus stehen besonders:
Hessen, südliches Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, später auch Teile von Sachsen und Nordbayern.
Im Westen und Südwesten kann es nach Durchzug der kräftigeren Niederschlagszone allmählich etwas ruhiger werden. Ganz raus ist die Luft dort aber nicht überall - einzelne Schauer oder neue Zellen sind weiter möglich.
Die Niederschlagsprognose bis Montagfrüh zeigt zudem, dass die größten Regenmengen vor allem vom Südwesten über die Mitte bis in den Osten und Südosten zusammenkommen. Das passt gut zur aktuellen Radarstruktur: Die Gewitterlinie verlagert sich weiter, während sich in feuchter und labiler Luft regional neue Schauer und Gewitter bilden können.
Wie heftig wird es?
Die Hauptgefahr ist heute Starkregen in kurzer Zeit. Dort, wo Gewitter länger über einer Region liegen oder sich Zellen wiederholt über ähnliche Gebiete bewegen, kann es rasch zu viel Wasser auf engem Raum kommen. Laut aktuellen DWD-nahen Berichten sind lokal Starkregenmengen um 20 bis 25 l/qm in kurzer Zeit, bei Unwettern auch höhere Mengen möglich; dazu können Hagel und Sturmböen auftreten.
Besonders kritisch sind daher nicht nur die kräftigsten gelb-roten Radarbereiche, sondern auch Regionen, in denen mehrere Zellen nacheinander durchziehen. Dort steigt die Gefahr für überflutete Straßen, voll laufende Unterführungen, Aquaplaning und kurzzeitig schlechte Sicht.
Outdoor und Aktivitäten nach Regionen
| Region | Einschätzung für heute |
|---|---|
| Nordsee, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern | Meist deutlich entspannter. Outdoor-Aktivitäten eher möglich, aber Himmel und Radar im Blick behalten. |
| Niedersachsen und Bremen | Im Süden und Westen erhöhtes Schauer- und Gewitterrisiko, Richtung Küste besser. Aktivitäten nur mit Ausweichplan. |
| NRW | Vor allem östliches NRW, Ruhrgebiet, Sauerland und Richtung Weserbergland kritisch. Nach Westen später tendenziell Beruhigung. |
| Hessen | Einer der Schwerpunkte. Outdoor heute nur sehr eingeschränkt empfehlenswert, besonders Rhein-Main, Mittel- und Nordhessen. |
| Rheinland-Pfalz / Saarland | Wechselhaft, einzelne kräftige Zellen möglich. Im Westen später eher nachlassend, aber nicht überall stabil. |
| Baden-Württemberg | Weiterhin gewitteranfällig, besonders Schwarzwald, Oberrhein, Schwäbische Alb und später Richtung Osten/Südosten. Vorsicht bei Wanderungen. |
| Bayern | Im Tagesverlauf zunehmendes Risiko, vor allem Nordbayern, Franken, später auch Alpenvorland und Südosten. Aktivitäten flexibel planen. |
| Thüringen / Sachsen-Anhalt / Sachsen | In den nächsten Stunden zunehmendes Gewitterrisiko aus Westen/Südwesten. Später teils kräftige Entwicklungen möglich. |
| Berlin / Brandenburg | Zunächst noch ruhiger, später Schauer- und Gewitterrisiko zunehmend, aber nicht überall gleich stark. |
| Hamburg / nördliches Niedersachsen | Deutlich besser als die Mitte, aber südlich davon rasch unbeständiger. |