Nach einer kühleren Phase könnte es Ende September noch einmal spätsommerlich warm werden. Regional sind 25 bis 28 Grad möglich – der weitere Verlauf bleibt unsicher.
Samstag, 19. September 2026
Spätsommer zum Septemberfinale
Der Sommer 2026 will offenbar noch nicht endgültig weichen. Nach einem über weite Strecken sehr warmen und in vielen Regionen trockenen Sommer deutet sich ausgerechnet für die letzten Septembertage noch einmal eine markante Wärmephase an.
Die aktuellen Berechnungen zeigen zunächst einen kurzen herbstlichen Dämpfer. Danach könnte sich die Wetterlage jedoch grundlegend umstellen: Warme Luft aus Südwesten würde Deutschland erreichen und die Temperaturen zum Monatsende noch einmal deutlich nach oben treiben.
Warum die Wettermodelle derzeit so interessant sind
Sowohl das GFS als auch das ECMWF IFS zeigen in ihren aktuellen Berechnungen ein deutliches Wärmesignal für die letzte Septemberwoche. Dabei betrachten Meteorologen unter anderem die Temperatur in 850 hPa, also in einer Luftschicht oberhalb der bodennahen Einflüsse. Dort lässt sich besonders gut erkennen, welche Luftmasse tatsächlich nach Deutschland geführt wird, ohne dass Nebel, nächtliche Abkühlung oder die direkte Erwärmung des Bodens das Bild verfälschen.
Entscheidend ist anschließend aber, was davon am Boden ankommt. Und genau dort könnte es Ende September noch einmal erstaunlich sommerlich werden.
Zunächst wird es deutlich frischer
Bevor die Wärme zurückkehrt, steht zunächst eine kühlere Phase an. Etwa ab dem 24. und 25. September dürfte sich vielerorts wesentlich frischere Luft durchsetzen.
Tagsüber liegen die Temperaturen dann häufig nur noch zwischen 15 und 20 Grad, regional auch etwas darüber. In klaren Nächten kann es deutlich abkühlen. Damit meldet sich zunächst der Herbst.
Doch dieser Wettercharakter könnte nur wenige Tage Bestand haben.
Ab dem Wochenende kommt die Wärme zurück
Zum letzten Septemberwochenende dreht sich die Entwicklung. Über West und Mitteleuropa deutet sich höherer Luftdruck an, während gleichzeitig aus Südwesten zunehmend warme Luft nach Deutschland geführt wird.
Bereits am 26. und 27. September könnten die Temperaturen deutlich steigen.
Im Westen und Südwesten wären dann wieder 22 bis 26 Grad möglich. Bei viel Sonnenschein könnte lokal sogar ein Sommertag erreicht werden.
Anschließend dürfte die Wärme weiter nach Norden und Osten vorankommen.
Ende September sind noch einmal 25 bis 28 Grad möglich
Besonders interessant wird der Zeitraum zwischen dem 28. und 30. September.
Nach den derzeitigen Berechnungen könnte es dann in weiten Teilen Deutschlands noch einmal ausgesprochen warm werden. In der Mitte und im Süden sind 24 bis 27 Grad denkbar, im Südwesten bei günstigen Bedingungen auch 28 Grad oder etwas mehr.
Selbst im Norden wären Temperaturen um 20 bis 24 Grad möglich.
Für Ende September wäre das bereits bemerkenswert. Die Sonne steht inzwischen deutlich niedriger als im Hochsommer und die Nächte sind wesentlich länger. Trotzdem könnte die herangeführte Warmluft noch einmal für Temperaturen sorgen, die eher an August als an den bevorstehenden Oktober erinnern.
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Sind 25 Grad Ende September ungewöhnlich?
Ein Sommertag Ende September ist in Deutschland grundsätzlich kein außergewöhnliches Ereignis. Warme Altweibersommerlagen gehören durchaus zur Bandbreite unseres Klimas.
Ungewöhnlicher wäre jedoch eine großräumige und mehrere Tage anhaltende Wärmephase mit Temperaturen deutlich oberhalb von 20 Grad und regional um 25 Grad oder mehr.
Je weiter man Richtung Oktober kommt, desto schwieriger wird es außerdem, sehr hohe Tageswerte zu erreichen. Die Tageslänge nimmt ab, der Sonnenstand sinkt und Nebel oder Hochnebel können die Erwärmung bremsen.
Deshalb wären Temperaturen von 27 oder sogar 28 Grad unmittelbar vor Oktober durchaus auffällig.
Der trockene Sommer könnte die Erwärmung unterstützen
Der Sommer 2026 war in vielen Teilen Deutschlands über längere Zeit zu warm und trocken. Regional sind die Böden weiterhin vergleichsweise trocken.
Bei sonnigem Wetter kann sich trockener Boden stärker erwärmen als ein feuchter Untergrund, weil weniger Energie für die Verdunstung benötigt wird. Dieser Effekt ist Ende September zwar deutlich schwächer als im Juli oder August, kann aber eine warme Wetterlage zusätzlich unterstützen.
Gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen Tag und Nacht größer.
So könnte es am Nachmittag noch einmal 25 Grad geben, während die Temperaturen am frühen Morgen teilweise nur bei 8 bis 12 Grad liegen.
Typischer Spätsommer also: morgens Jacke, nachmittags T Shirt.
Der Höhepunkt könnte zum Monatswechsel kommen
Nach heutigem Stand könnte die wärmste Phase ungefähr zwischen dem 28. September und dem 1. Oktober liegen.
Sollte sich die warme Südwestströmung optimal entwickeln und gleichzeitig viel Sonne vorhanden sein, sind regional noch einmal 25 bis 28 Grad denkbar.
Ob irgendwo sogar die Marke von 30 Grad erreicht wird, ist derzeit sehr unsicher. Ganz ausgeschlossen wäre das in besonders wärmebegünstigten Regionen nicht, doch dafür müssten mehrere Faktoren perfekt zusammenspielen.
Eine seriöse Prognose ist das aktuell noch nicht.
Wann endet die Wärmeperiode 2026?
Genau hier wird die Vorhersage interessant.
Bis Ende September zeigen die Berechnungen noch relativ deutlich in Richtung Wärme. Ab dem 1. oder 2. Oktober gehen die verschiedenen Szenarien jedoch zunehmend auseinander.
Ein Teil der Modellberechnungen lässt die warme Witterung auch in den ersten Oktobertagen bestehen. Dann wären weiterhin 20 bis 25 Grad möglich.
Andere Berechnungen lassen dagegen kühlere Atlantikluft von Westen nach Deutschland einströmen. In diesem Fall könnten die Temperaturen innerhalb kurzer Zeit um mehrere Grad fallen und verbreitet nur noch bei 15 bis 20 Grad liegen.
Der Übergang vom September zum Oktober könnte deshalb zum entscheidenden Zeitpunkt werden.
Noch kein eindeutiger Herbst Durchbruch
Auch die Ensembleberechnungen zeigen bislang keinen klaren Übergang zu dauerhaft kühlem Wetter.
Zwar nimmt die Unsicherheit Anfang Oktober deutlich zu, doch mehrere Berechnungen halten weiterhin vergleichsweise warme Varianten im Spiel.
Ein endgültiger Schlussstrich unter die Wärmeperiode 2026 lässt sich deshalb derzeit noch nicht ziehen.
Das wahrscheinlichste Bild ist momentan:
Bis Mitte der kommenden Woche zunächst herbstlich frisch, anschließend deutliche Erwärmung und zum Monatsende noch einmal spätsommerliche Temperaturen.
Ob Anfang Oktober anschließend der dauerhafte Wechsel zum Herbst erfolgt oder noch eine weitere warme Phase folgt, muss sich erst in den nächsten Modellläufen zeigen.
Fest steht aber schon jetzt: Der September 2026 könnte sich mit einem ungewöhnlich warmen Finale verabschieden.
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Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.
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