Nach kräftigen Gewittern am Freitag beruhigt sich das Wetter am Samstag. Dazu aktuelle Warnlage sowie der Ausblick auf Sonntag und Montag
Samstag, 29. August 2026
Unwetter-Rückblick - Wetter am Wochenende
Nach den teils heftigen Gewittern und Unwettern vom Freitag kehrt am Samstag, 29. August 2026, in weiten Teilen Deutschlands deutlich ruhigeres Wetter ein. Vor allem im Süden und Osten zeigt sich häufiger die Sonne. Im Norden und Nordwesten bleibt es dagegen wechselhafter. Ganz vorbei ist die unbeständige Wetterphase allerdings nicht: Am Sonntag ziehen im Norden weitere Schauer durch und in der Nacht zum Montag nimmt die Gewitterneigung von Südwesten erneut zu.
Stand: Samstag, 29. August 2026
Rückblick: Zahlreiche kräftige Gewitter am Freitag
Der Freitag brachte noch einmal eine markante Gewitterlage. In feuchtwarmer und labil geschichteter Luft entwickelten sich in mehreren Regionen kräftige Gewitter, örtlich auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.
Besonders im Südwesten und Süden kam es regional zu erheblichen Auswirkungen. Aus Baden-Württemberg wurden unter anderem überflutete Straßen und Keller, Hagelschäden, umgestürzte Bäume und teilweise abgedeckte Dächer gemeldet.
Auch auf unserem Regenradar Deutschland ließ sich die Entwicklung sehr gut verfolgen. Zeitweise wurden zahlreiche kräftige Gewitterzellen vom automatischen KONRAD3D-System erkannt.
KONRAD3D ist ein Verfahren des Deutschen Wetterdienstes, das Gewitterzellen anhand von Radar- und Blitzdaten automatisch erkennt und verfolgt. Neben Zugrichtung und Geschwindigkeit werden auch Hinweise auf Hagel sowie sogenannte Meso-Signale dargestellt.
Ein Meso-Signal weist auf mögliche Rotation innerhalb einer Gewitterzelle hin. Es ist ein wichtiges Indiz für eine stärker organisierte Gewitterstruktur, bedeutet für sich allein aber noch nicht, dass tatsächlich ein Tornado auftritt.
Bei mehreren Gewittern waren am Freitag neben kräftigen Radarechos auch Hagel- und Rotationssignale erkennbar.
Am Samstag hat sich die Wetterlage gegenüber Freitag deutlich entspannt. Hinter der Kaltfront ist kühlere Meeresluft nach Deutschland eingeflossen.
Vor allem im Süden, Südosten und in Teilen der Mitte verläuft der Tag freundlich. Neben einigen Quellwolken scheint längere Zeit die Sonne und es bleibt überwiegend trocken. Die Temperaturen erreichen etwa 22 bis 27 Grad.
Im Norden und Nordwesten ziehen dagegen zeitweise dichtere Wolken sowie einzelne Schauer durch. Vereinzelt ist auch ein kurzes Gewitter möglich. Hier liegen die Höchstwerte meist zwischen 19 und 24 Grad.
Ein Thema bleibt der Südwestwind. Besonders im Norden, an der Nordsee sowie in höheren Lagen kann er kräftig auffrischen.
Warnlage am Samstag: Vor allem Wind
Eine großflächige Unwetterlage wie am Freitag besteht am Samstag nicht mehr.
Die aktuellen amtlichen Warnungen konzentrieren sich vor allem auf Wind- und Sturmböen, insbesondere im Norden sowie in exponierten Mittelgebirgslagen. Lokal können auch im Umfeld kräftigerer Schauer stärkere Böen auftreten.
Am Sonntag bleibt die Zweiteilung bestehen. Im Norden und Nordwesten ziehen bei stärkerer Bewölkung wiederholt Schauer durch. Vereinzelt kann auch ein kurzes Gewitter dabei sein.
Weiter südlich sieht es deutlich freundlicher aus. Von Süddeutschland bis in den Osten scheint zeitweise länger die Sonne und vielerorts bleibt es trocken.
Die Höchstwerte liegen im Nordwesten zwischen 20 und 25 Grad, sonst werden 24 bis 29 Grad erreicht.
Dazu weht ein mäßiger bis frischer Südwestwind, im Norden und in höheren Lagen teilweise mit stürmischen Böen.
Nacht zum Montag wieder interessanter
In der Nacht zum Montag nimmt die Wetteraktivität von Westen und Südwesten erneut zu.
Schauerartiger Regen breitet sich nach Osten und Nordosten aus. Vor allem über Süddeutschland können darin auch wieder kräftigere Gewitter entstehen.
Die atmosphärischen Bedingungen lassen dabei auch organisierte Gewitterstrukturen zu. Lokal sind vor allem Starkregen und kräftige bis stürmische Böen möglich.
Wie intensiv diese Entwicklung ausfällt und wie weit die Gewitter nach Norden gelangen, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.
Montag erneut Schauer und Gewitter
Am Montag setzt sich das wechselhafte Wetter fort. Besonders in der Nordwesthälfte ziehen wiederholt Schauer durch, teilweise können diese kräftig ausfallen und von Gewittern begleitet werden.
Auch dabei können lokal Starkregen und stürmische Böen auftreten.
Im Süden und Südosten gibt es zwischenzeitlich längere trockene und freundliche Abschnitte. Dort werden örtlich noch bis zu 26 oder 27 Grad erreicht, während es im Westen und Norden meist bei 20 bis 23 Grad bleibt.
Damit bleibt Deutschland auch zum Monatswechsel in einer wechselhaften West bis Südwestströmung.
Wetter für Ihren Ort
Wie geht es bei Ihnen weiter? Finden Sie die Vorhersage für heute, morgen und die nächsten Tage.
Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.
Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.