Foto Gabriela Piwowarska
Frühherbstlicher Start in den Tag
Die Nacht auf Montag verlief vielerorts mild. In den Niederungen wurden Tiefstwerte von 13 bis 16 Grad gemessen, in den Mittelgebirgen und den Alpen sanken die Temperaturen gebietsweise auf 10 Grad. Ursache ist eine relativ homogene Luftmasse subtropischen Ursprungs, die durch schwachen Druckgradienten nur langsam ausgetauscht wird. Damit bleibt die Nacht vergleichsweise warm – ein klarer Hinweis darauf, dass die Atmosphäre noch Restwärme aus dem Spätsommer speichert.
Temperaturverlauf: Angenehme Wärme statt Spätsommerhitze
Am Montag klettert das Thermometer verbreitet auf 21 bis 25 Grad, im Oberrheingraben können lokal 26 Grad erreicht werden. Im Norden und Osten sind die Werte mit 18 bis 22 Grad etwas gedämpfter. Meteorologisch betrachtet haben wir es mit einer klassischen präfrontalen Erwärmung zu tun – die Warmluft wird durch südwestliche Strömung herangeführt, bevor die Kaltfront übergreift. Ein „heißer Spätsommertag“ wird es nicht, aber die Temperaturen liegen weiterhin leicht über dem langjährigen Mittel.
Frontensystem bringt Dynamik ins Wettergeschehen
Das für Mitteleuropa wetterbestimmende Tiefdrucksystem über dem Atlantik schickt im Tagesverlauf eine markante Kaltfront ostwärts. Schon am Vormittag setzen im Westen dichtere Wolken und erste Regenfälle ein. Bis zum Nachmittag erreicht die Front die Mitte Deutschlands, am Abend schließlich auch Bayern, Österreich und die Schweiz. In der Nähe der Front treten kurzzeitig konvektive Verstärkungen auf – sprich: einzelne kräftigere Schauer oder kurze Gewitter sind nicht ausgeschlossen.
Luftdruck und Windentwicklung
Die Karten zeigen einen relativ flachen Druckgradienten mit Kerndruckwerten um 1015 hPa. Entsprechend ist kein Sturm zu erwarten, aber die Frontpassage geht mit auffrischendem Südwestwind einher. Böen erreichen im Flachland 30 bis 50 km/h, auf exponierten Höhenlagen auch etwas mehr. Die Windzunahme ist ein typisches Zeichen für die dynamische Hebung entlang der Front.