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Wetter am 23.09.2026: Kalter Morgen, viel Sonne

Am Mittwoch folgt auf einen kalten Morgen vielerorts Sonne. Abends erreicht Regen den Nordwesten. Der Wetterausblick für Deutschland bis Freitag.

Wetter am 23.09.2026: Kalter Morgen, viel Sonne

Der Mittwoch, 23. September 2026, zeigt gleich mehrere Gesichter des frühen Herbstes. In Teilen Deutschlands beginnt der Tag ausgesprochen frisch, im Süden und Südosten sind örtlich Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt möglich. Nach der Auflösung von Nebel und Hochnebel folgt jedoch für große Teile des Landes ein freundlicher, trockener und erstaunlich milder Herbsttag. Nur im Nordwesten kündigt sich bereits die nächste Wetteränderung an: Von der Nordsee greift am Abend schauerartiger Regen auf das Festland über, vereinzelt kann auch ein Gewitter dabei sein.

Wetterlage: Deutschland noch unter Hochdruckeinfluss

Die großräumige Wetterlage ist am Mittwoch zunächst von einem Hochdruckrücken geprägt, der sich von Südwesteuropa bis nach Mitteleuropa erstreckt. Am Boden liegt Deutschland dabei überwiegend in einem Bereich um 1024 bis 1026 hPa. Westlich von Frankreich und den Britischen Inseln befindet sich das Hochdruckzentrum, während über dem Nordatlantik deutlich tiefere Luftdruckwerte zu finden sind.

Auch in rund 5,5 Kilometern Höhe ist der Rücken über West- und Mitteleuropa gut ausgeprägt. Das sorgt über Deutschland zunächst für absinkende Luftbewegungen und damit für überwiegend trockenes Wetter. Die Druckverteilung ist allerdings nicht dauerhaft stabil: Über dem Nordatlantik liegt eine kräftige Tiefdruckzone, deren Ausläufer im Tagesverlauf immer näher an die Nordsee heranrücken.

Damit entsteht eine markante Wettergrenze. Während Süddeutschland noch vollständig unter dem Einfluss des Hochs bleibt, nehmen im äußersten Nordwesten Bewölkung, Wind und später auch die Niederschlagsneigung zu.

Kalte Nacht: Im Süden örtlich nahe 0 Grad

Der auffälligste Teil des Mittwochs könnte bereits vor Sonnenaufgang stattfinden. Unter klarem Himmel kann die Luft in der Nacht stark auskühlen. Besonders betroffen sind Bayern, Baden-Württemberg und einige geschützte Täler und Senken der südlichen Mittelgebirge.

In weiten Teilen Süddeutschlands liegen die Tiefstwerte nur noch zwischen etwa 2 und 6 Grad. Im südöstlichen Bayern und in ungünstigen Lagen sind Werte um 0 Grad möglich. Lokal lässt sich sogar leichter Luftfrost nicht vollständig ausschließen.

Noch größer ist die Gefahr von Frost in Bodennähe. Gerade bei klarem Himmel und schwachem Wind kann die Temperatur unmittelbar über Grasflächen einige Grad unter der offiziellen Lufttemperatur in zwei Metern Höhe liegen. Empfindliche Pflanzen sollten deshalb besonders an frostgefährdeten Standorten geschützt werden.

Unter dichterer Bewölkung im äußersten Nordwesten bleibt es wesentlich milder. Dort können die Temperaturen teilweise noch bei 10 bis 13 Grad liegen.

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Erst Nebel, dann vielerorts ein sonniger Mittwoch

Der kalte Morgen bedeutet allerdings nicht automatisch schlechtes Wetter. Im Gegenteil: Wo sich in den Nachtstunden Nebel oder Hochnebel gebildet hat, setzt sich im Laufe des Vormittags zunehmend die Sonne durch.

Von Baden-Württemberg und Bayern über Hessen und Thüringen bis nach Sachsen und Brandenburg sind längere sonnige Abschnitte zu erwarten. Auch im Westen bleibt es zunächst vielerorts freundlich und trocken.

Anders sieht es Richtung Nordsee aus. Dort liegen bereits deutlich mehr Wolken. Die Bewölkung verdichtet sich im Laufe des Tages weiter und breitet sich langsam in Richtung Schleswig-Holstein und nordwestliches Niedersachsen aus.

Damit verläuft der Mittwoch über Deutschland zweigeteilt: viel Sonne und ruhiges Herbstwetter über großen Teilen des Landes, zunehmend unbeständiges Wetter im äußersten Nordwesten.

Temperaturen steigen wieder deutlich an

Nach dem teilweise sehr kalten Morgen erwärmt sich die Luft tagsüber kräftig. Meist werden 17 bis 21 Grad erreicht.

Am mildesten wird es entlang des Rheins und im Südwesten. Dort sind bei längerem Sonnenschein 21 bis 24 Grad möglich. Besonders am Oberrhein fühlt sich der Nachmittag damit noch einmal fast spätsommerlich an.

Etwas kühler bleibt es in höheren Lagen sowie unter dichterer Bewölkung im Norden. Trotzdem sind die Temperaturen für die Jahreszeit vielerorts angenehm.

Bemerkenswert ist die große tägliche Temperaturschwankung: Wer am Morgen bei drei oder vier Grad das Haus verlässt, kann am Nachmittag bei mehr als 20 Grad unterwegs sein. Solche Unterschiede sind typisch für trockene Hochdrucklagen im Frühherbst.

Am Abend erreicht Regen den Nordwesten

Während der größte Teil Deutschlands trocken durch den Mittwoch kommt, verändert sich das Wetter an der Nordsee im Laufe des Nachmittags deutlich.

Eine von Westen heranziehende Front bringt zunächst über der Nordsee und den Niederlanden kräftigere Niederschläge. Am späten Nachmittag und Abend erreicht der Regen zunehmend die deutsche Nordseeküste und Teile des nordwestlichen Niedersachsens.

Die hochaufgelösten Berechnungen zeigen am Abend eine recht kompakte Niederschlagszone, die von der Nordsee in Richtung Schleswig-Holstein und Niedersachsen zieht. In der Nacht kann sie sich weiter landeinwärts ausbreiten.

Dabei handelt es sich nicht nur um gleichmäßigen Regen. Eingelagert sind auch kräftigere Schauer, und ein einzelnes Gewitter ist nicht ausgeschlossen. Die höchsten Niederschlagsmengen bleiben zunächst über der Nordsee und den angrenzenden Regionen. Weiter südlich und östlich bleibt der Mittwoch dagegen noch weitgehend trocken.

Der Wind spielt zunächst nur eine geringe Rolle. Lediglich an der Nordsee frischt der Westwind zunehmend auf. In der Nacht zum Donnerstag nimmt der Wind an der Nordsee deutlich zu; dort sind Sturmböen aus Nordwest möglich. In der Nordhälfte breitet sich schauerartiger Regen aus, während es im Süden zunächst länger gering bewölkt bleibt. Die Tiefstwerte liegen zwischen 14 und 4 Grad.

Wo bereits Niederschlag fällt, zeigt das Regenradar für Deutschland.

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Altweibersommer oder noch Spätsommer?

Die Wetterlage besitzt bereits einige typische Eigenschaften des Altweibersommers: kalte und teils neblige Nächte, trockene Luft, schwacher Wind und anschließend sonnige, milde Nachmittage. Gerade im Süden Deutschlands passt der Mittwoch ziemlich gut in dieses Muster.

Von einer klassischen, deutschlandweit stabilen Altweibersommerlage kann allerdings noch nicht gesprochen werden. Dafür ist der Hochdruckeinfluss im Norden zu störanfällig. Bereits am Mittwochabend erreicht die nächste Front den Nordwesten, am Donnerstag wird das Wetter in größeren Teilen Deutschlands wieder wechselhafter.

Der Begriff Spätsommer passt vor allem zu den Temperaturen im Südwesten, wo nochmals Werte deutlich über 20 Grad erreicht werden. Am 23. September beginnt auch der astronomische Herbst. Meteorologisch wirkt der Mittwoch daher eher wie ein Übergang: frühherbstliche Nächte, aber teilweise noch spätsommerliche Nachmittage.

Donnerstag: Wetterumschwung von Norden und Osten

Am Donnerstag breitet sich die unbeständigere Luft weiter aus. Vor allem im Norden und Nordosten ziehen wiederholt Regen und Schauer durch. Im Tagesverlauf können die Niederschläge auch in Richtung Südosten vorankommen. Dort sind am Nachmittag einzelne kräftigere Gewitter möglich.

Dazu frischt der Wind deutlich auf. Verbreitet weht mäßiger, zeitweise stark böiger West- bis Nordwestwind. An der Nordsee sind stürmische Böen möglich.

Eine Ausnahme bildet der Südwesten. Vom Oberrhein bis zum Niederrhein kann sich noch längere Zeit die Sonne behaupten. Dort werden nochmals etwa 20 bis 24 Grad erreicht, während es im Norden und Osten mit meist 16 bis 20 Grad merklich kühler bleibt.

Freitag wieder ruhiger – im Südwesten nochmals bis 25 Grad

Bereits am Freitag beruhigt sich das Wetter von Westen und Südwesten wieder. Im Osten und Nordosten können zunächst noch Wolken und einzelne Schauer auftreten. Von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz her setzt sich dagegen zunehmend die Sonne durch.

Die Temperaturspanne bleibt groß: Im Nordosten werden meist 16 bis 20 Grad erreicht, in der Südwesthälfte dagegen 19 bis 25 Grad.

Die Nächte bleiben ein wichtiges Thema. Bei längerem Aufklaren bildet sich zunehmend Nebel, insbesondere in Flusstälern und Niederungen. Im Süden können die Tiefstwerte erneut bis auf wenige Grad über null sinken, vereinzelt ist Frost in Bodennähe möglich.

Damit setzt sich in den kommenden Tagen ein für Ende September typisches Muster durch: tagsüber bei Sonne noch angenehm warm, nachts aber bereits deutlich herbstlich kühl. Der Sommer verabschiedet sich nicht schlagartig, sondern verliert vor allem in den Nächten immer mehr an Boden.

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