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Wetter am Mittwoch 9. September 2026

Temperatursturz beendet die Hitze, im Südosten länger Regen

Wetter am Mittwoch 9. September 2026

Nach den nochmals hochsommerlichen Temperaturen am Dienstag vollzieht sich am Mittwoch in Deutschland ein markanter Wetterwechsel. Deutlich kühlere Luft breitet sich über weite Teile des Landes aus, sodass selbst im Süden von der vorherigen Hitze kaum noch etwas übrig bleibt. Gleichzeitig verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge in den Süden und Südosten. Besonders von den Alpen über Ostbayern bis nach Sachsen kann es längere Zeit regnen, örtlich besteht auch Starkregengefahr.

Wetterlage: Höhentrog verdrängt die sehr warme Luft

Die großräumige Wetterlage stellt sich innerhalb kurzer Zeit deutlich um. Ein Höhentrog mit kühlerer Luft greift von Nordwesten auf Mitteleuropa über und drängt die zuvor sehr warme Luft zunehmend nach Osten und Südosten ab. In rund 1500 Metern Höhe sinken die Temperaturen über weiten Teilen Deutschlands auf etwa 5 bis 9 Grad, lediglich im äußersten Südosten hält sich zunächst noch deutlich wärmere Luft.

Am Boden liegt Deutschland damit im Übergangsbereich zwischen kühlerer Atlantikluft im Westen und Norden und der noch wärmeren Luftmasse über Südosteuropa. Gerade entlang dieser Zone bleibt die Atmosphäre wetteraktiv. Während sich im Westen und in der Mitte bereits kühlere und zeitweise trockenere Luft durchsetzt, hält sich über Bayern und dem äußersten Osten länger feuchte Luft.

Temperatursturz: Auch im Süden ist die Hitze vorbei

Am deutlichsten bemerkbar macht sich der Wetterwechsel bei den Temperaturen. Nach verbreitet sommerlichen und im Süden noch einmal heißen 29 bis 33 Grad am Dienstag werden am Mittwoch nur noch 17 bis 23 Grad erreicht.

Damit sinken die Höchstwerte innerhalb eines Tages vielerorts um 8 bis 12 Grad, im Süden regional sogar noch stärker. Besonders dort, wo länger anhaltender Regen und dichte Wolken dominieren, bleibt es teilweise bei Werten um 17 bis 20 Grad.

Etwas milder wird es in Teilen Ostdeutschlands und dort, wo sich zwischen den Wolken zeitweise die Sonne zeigt. Dort sind noch etwa 21 bis 23 Grad möglich. Von hochsommerlicher Hitze kann aber auch hier nicht mehr gesprochen werden.

Der Temperatursturz ist dabei nicht nur auf die starke Bewölkung zurückzuführen. Auch in der Höhe wird die zuvor außergewöhnlich warme Luftmasse deutlich zurückgedrängt. Damit bekommt das Wetter erstmals wieder einen klar frühherbstlichen Charakter.

Im Süden und Südosten länger anhaltender Regen

Bereits in der Nacht zieht ein Gebiet mit schauerartigem Regen von Nordwesten weiter über Deutschland hinweg. Gleichzeitig entwickeln sich im Süden und in Teilen des Ostens noch Schauer und teils kräftige Gewitter.

Am Mittwoch konzentrieren sich die kräftigeren Niederschläge zunehmend auf den Süden und Südosten. Von den Alpen über große Teile Bayerns bis in Richtung Erzgebirge, Lausitz und Neiße fällt gebietsweise länger anhaltender Regen. Besonders in Ostbayern und am Alpenrand kann dieser zeitweise kräftig ausfallen.

Die aktuellen Berechnungen zeigen für Teile Bayerns verbreitet zweistellige Niederschlagssummen. Regional sind 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich, in Alpennähe und im äußersten Südosten örtlich auch um 40 bis 60 Liter. Dabei entscheidet die genaue Lage und Zugbahn der stärksten Niederschlagsbänder darüber, wo die höchsten Mengen tatsächlich zusammenkommen.

Im äußersten Südosten sowie stellenweise Richtung Lausitz können Gewitter in den länger anhaltenden Regen eingelagert sein. Dadurch besteht lokal Starkregengefahr.

Ganz anders sieht es in weiten Teilen der Mitte aus. Dort fällt nach den nächtlichen Niederschlägen tagsüber nur wenig Regen und zwischendurch kann es längere trockene Abschnitte geben.

Im Nordwesten und im Nordseeumfeld bleibt die eingeflossene kühlere Luft dagegen leicht labil. Hier sind im Tagesverlauf einzelne Schauer und vereinzelt auch kurze Gewitter möglich.

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Regen zieht im Südosten nur langsam ab

Im Tagesverlauf verlagert sich das Niederschlagsgebiet langsam weiter nach Osten. Am Nachmittag regnet es vor allem noch über Bayern und entlang der östlichen Mittelgebirge.

Bis zum Abend zieht sich der stärkere Regen zunehmend nach Ostbayern, an die Alpen sowie Richtung Tschechien und Österreich zurück. Im Westen, Südwesten und in großen Teilen der Mitte bleibt es dann überwiegend trocken.

Auch im Norden treten die Schauer nur noch regional auf. Ganz verschwunden ist das wechselhafte Wetter im Küstenumfeld allerdings noch nicht.

Wind frischt im Westen und Nordwesten auf

Mit dem Vorstoß der kühleren Luft nimmt auch der Wind zu. Er weht überwiegend aus West bis Südwest und erreicht im Tagesverlauf meist mäßige Stärke.

Im Westen und Nordwesten wird der Wind zeitweise deutlich lebhafter. Dort treten starke Böen um 50 bis 60 km/h auf, regional sind auch höhere Spitzen möglich. An der Nordsee kann es zeitweise stürmische Böen geben.

Im Süden ist der Wind insgesamt schwächer. Dort stehen Regen und der markante Temperaturrückgang wesentlich stärker im Vordergrund.

Nacht zum Donnerstag wird ungewöhnlich frisch

Nach Abzug der Niederschläge beruhigt sich das Wetter in der Nacht zum Donnerstag in vielen Landesteilen. Im Norden und unmittelbar an den Alpen halten sich noch mehr Wolken, örtlich fällt etwas Regen. An der Küste bleiben einzelne Schauer möglich.

Ansonsten lockert die Bewölkung zunehmend auf. Regional kann sich Nebel bilden. Dabei wird es deutlich kühler als in den vergangenen Nächten: Meist sinken die Temperaturen auf 10 bis 4 Grad, an den Küsten bleibt es mit etwa 14 Grad milder.

Weitere Aussichten: Donnerstag freundlich, Nächte werden kalt

Am Donnerstag beruhigt sich die Wetterlage deutlich. Im Norden ziehen zeitweise noch dichtere Wolken durch, Regen fällt aber nur noch vereinzelt. Besonders im Südwesten und in der südlichen Mitte zeigt sich häufiger die Sonne. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 24 Grad.

In der Nacht zum Freitag wird es für Mitte September ausgesprochen frisch. Die Temperaturen sinken verbreitet auf 11 bis 3 Grad. Im Süden und in Teilen der östlichen Mitte kann bei klarem Himmel örtlich sogar Bodenfrost auftreten.

Am Freitag nimmt im Westen und Nordwesten die Bewölkung wieder zu. Dort sind etwas Regen und einzelne Schauer möglich. Auch an den Alpen können sich einzelne Schauer oder Gewitter entwickeln. In den übrigen Landesteilen bleibt es bei 18 bis 24 Grad häufig trocken und zeitweise sonnig.

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