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Wetter Deutschland 04.06.26 (Fronleichnam)

Wechselhaft, windig und regional unwetterträchtig

Wetter  Deutschland 04.06.26 (Fronleichnam)

Fronleichnam bringt am Donnerstag, den 04.06.2026, kein einheitliches Feiertagswetter nach Deutschland. Während der Tag in einigen Bundesländern für Gottesdienste, Prozessionen, Ausflüge und Veranstaltungen genutzt wird, entwickelt sich die Wetterlage zunehmend unruhig. Vor allem ab Mittag und am Nachmittag steigt die Gefahr kräftiger Schauer und Gewitter deutlich an.

Der Tag beginnt regional noch brauchbar, besonders im Osten und Südosten auch mit freundlichen und zunächst trockenen Phasen. Doch von Westen und Norden her zieht wechselhaftes Wetter auf. Für Fronleichnamsprozessionen, Open-Air-Veranstaltungen und längere Unternehmungen im Freien ist deshalb ein wetterfester Plan B wichtig.

Wetterlage

Tiefdruckeinfluss bestimmt den Feiertag. Deutschland liegt am Donnerstag im Einflussbereich eines kräftigen Tiefs über dem Nordwesten Europas. Die zugehörige Kaltfront kommt nur langsam nach Osten voran und trennt zwei unterschiedliche Luftmassen. Im Osten und Südosten hält sich zunächst noch mildere bis warme Luft, während von Westen und Nordwesten kühlere Meeresluft nachrückt.

Die Brisanz liegt in der Dynamik. Entscheidend ist nicht nur die Temperatur am Boden, sondern vor allem die kräftige Höhenströmung. Der Wind nimmt mit der Höhe deutlich zu und ändert dabei teilweise auch seine Richtung. Diese starke Windscherung kann Schauer und Gewitter besser organisieren, obwohl die verfügbare Gewitterenergie insgesamt nur begrenzt ist. Genau diese Mischung macht die Lage anspruchsvoll: Nicht überall entstehen schwere Gewitter, einzelne Zellen können sich aber rasch verstärken.

Deutliche Gegensätze über Deutschland. In der Höhe zeigt sich ein klarer Temperaturunterschied zwischen kühlerer Luft im Westen und Nordwesten sowie wärmerer Luft im Osten und Südosten. Diese Gegensätze stützen die Front und begünstigen im Tagesverlauf weitere Schauer, Gewitter und im Süden später auch länger anhaltenden Regen.

Vorhersage

Am Vormittag regional noch brauchbar. Der Donnerstag startet im Osten und Südosten vielerorts noch vergleichsweise ruhig. In Teilen Bayerns, Sachsens, Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns sind zunächst trockene Abschnitte möglich, stellenweise zeigt sich auch die Sonne. Im Westen, Nordwesten und Norden ist die Bewölkung dagegen dichter, und erste Schauer ziehen von Benelux und der Nordsee her nach Deutschland.

Für Fronleichnamsprozessionen am Vormittag bedeutet das: Im Westen und Nordwesten sollte bereits früh mit nassen Straßen, kurzen Schauern und auffrischendem Wind gerechnet werden. Weiter östlich und südöstlich sind die Chancen auf trockene Abschnitte zunächst besser. Dennoch sollte die Entwicklung aufmerksam verfolgt werden, denn der zunächst ruhige Eindruck kann täuschen.

Ab Mittag nimmt die Schauer- und Gewitterneigung zu. Im Tagesverlauf breiten sich Schauer und Gewitter staffelartig weiter nach Osten aus. Besonders von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bis nach Sachsen steigt das Gewitterrisiko. Die Schauer und Gewitter ziehen überwiegend von Südwest nach Nordost. Dadurch kann es sehr unterschiedliche Verläufe geben: Ein Ort bleibt längere Zeit trocken, während wenige Kilometer weiter bereits ein kräftiger Schauer oder ein Gewitter durchzieht.

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Im Norden und Osten besteht die größte Aufmerksamkeit. Dort können sich einzelne Gewitter durch die starke Windscherung besser organisieren. Möglich sind kräftige Einzelzellen, linienartige Strukturen oder bogenförmige Schauer- und Gewitterbereiche. Die wichtigste Gefahr geht von Sturmböen aus. Lokal sind auch schwere Sturmböen möglich, bei sehr gut organisierter Entwicklung können vereinzelt orkanartige Böen nicht ausgeschlossen werden.

Hagel und Starkregen sind ebenfalls möglich. Sie stehen aber voraussichtlich nicht überall im Vordergrund, weil die Gewitter meist zügig ziehen und die Gewitterenergie begrenzt bleibt. Trotzdem kann es unter kräftigen Zellen kurzzeitig heftig regnen, und auch kleiner bis örtlich größerer Hagel ist möglich. Die Niederschlagsmengen können kleinräumig stark schwanken.

Ein kurzlebiger Tornado ist nicht völlig ausgeschlossen. Bei dieser Wetterlage können einzelne rotierende Zellen auftreten. Das bedeutet nicht, dass Tornados verbreitet zu erwarten sind. Es zeigt aber, dass die Lage lokal ernst genommen werden sollte. Wer am Nachmittag rasch aufziehende dunkle Wolken, auffrischenden Wind oder eine markante Gewitterstruktur bemerkt, sollte rechtzeitig Schutz in festen Gebäuden suchen.

Im Süden rückt später eher Regen in den Vordergrund. In Baden-Württemberg und Bayern ist die Gewitterneigung insgesamt geringer als im Norden und Osten. Dafür greifen im Tagesverlauf von Südwesten und aus dem Alpenraum zunehmend Regenfälle über. Besonders Richtung Alpenrand kann der Regen später länger anhalten. Für Wanderungen, Bergausflüge und Veranstaltungen im Alpenvorland ist der Donnerstag daher nur eingeschränkt geeignet.

Die Temperaturen zeigen große Unterschiede. Zwischen Eifel, Niederrhein, Nordsee und Nordwestdeutschland bleibt es mit teils unter 20 Grad eher frisch. In der Lausitz, in Teilen Brandenburgs und Sachsens sowie in Südostbayern sind vor der Front dagegen noch etwa 25 bis 26 Grad möglich. Dort fühlt sich der Tag zunächst deutlich sommerlicher an, bevor später Schauer, Gewitter oder Regen eingreifen.

Das Freizeitwetter bleibt wechselhaft und planungsbedürftig. Kurze Spaziergänge oder Prozessionen können am Vormittag regional noch gut möglich sein. Längere Radtouren, Gartenfeste, Wanderungen oder Veranstaltungen mit Zelten und leichten Aufbauten sind deutlich wetteranfälliger. Besonders ab Mittag sollte man im Norden, Westen, in der Mitte und später im Osten Deutschlands jederzeit mit einer Wetterverschlechterung rechnen.

Wetter in der Nacht

Die Gewitter lassen nach, Regen bleibt regional. In der Nacht zum Freitag schwächt sich die Gewitteraktivität allmählich ab. Einzelne Schauer und Gewitterreste können anfangs noch unterwegs sein, vor allem im Osten und Nordosten sowie entlang der abziehenden Front. Die kräftigste Entwicklung klingt aber ab, weil die Tageserwärmung fehlt und die Gewitter ihre Energie verlieren.

Im Süden und Südosten kann es länger nass bleiben. Besonders am Alpenrand und in Südostbayern fällt zeitweise Regen, der sich bis in die Morgenstunden halten kann. Dort sind innerhalb mehrerer Stunden markante Mengen möglich, wobei die genaue Verteilung noch unsicher bleibt. In Staulagen der Alpen und des Alpenvorlands sollte man auf nasse Straßen, eingeschränkte Sicht und längere Regenphasen achten.

Sonst lockern die Wolken zeitweise auf, dazwischen ziehen weitere Schauer durch. Der Wind bleibt vor allem an der Nordsee und in höheren Lagen spürbar, lässt im Binnenland aber vielerorts etwas nach. Die Temperaturen gehen auf etwa 14 bis 8 Grad zurück.

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Weitere Aussichten

Am Freitag bleibt die Luft wechselhaft. Nach der Fronleichnamslage liegt Deutschland voraussichtlich in einer frischeren und unbeständigen Luftmasse. Besonders im Norden, Westen und in der Mitte können weitere Schauer entstehen. Die Gewitterdynamik des Donnerstags lässt nach, ganz trocken und stabil wird es aber noch nicht überall.

Auch das Wochenende braucht noch flexible Planung. Eine durchgreifend stabile Sommerlage zeichnet sich zunächst nicht ab. Für Landwirtschaft und Natur bringen die Niederschläge regional willkommenes Wasser. Für Veranstaltungen, Ausflüge und Gartenpläne bleibt die genaue Verteilung der Schauer aber entscheidend. Am besten geeignet sind weiterhin kurze und flexible Unternehmungen, bei denen man auf wechselndes Wetter reagieren kann.

Der Blick auf das aktuelle Wetter: Das Regenradar Deutschland zeigt, wo derzeit Niederschlag fällt, wohin Regengebiete ziehen und wo in den nächsten Stunden Schauer oder Gewitter möglich sind.

Für den Blick auf die weitere Entwicklung bieten die Wetterkarten und Vorhersagekarten zusätzliche Orientierung. Sie zeigen unter anderem Luftdruck, Niederschlag, Temperatur, Wind und die großräumige Wetterlage.

Wer das Wetter vor Ort genauer verfolgen möchte, findet über die Ortssuche von Blick aufs Wetter regionale Vorhersagen mit Temperatur, Regenmengen, Wind und weiteren Wetterdetails.

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Regenradar Deutschland

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