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Wetter Deutschland 09.06.26

Schafskälte bringt am Dienstag kühle Höhenluft, Regen und Schauer

Wetter Deutschland 09.06.26

Wetterlage

Deutschland liegt am Dienstag, 09. Juni 2026, in einer für die Jahreszeit ausgesprochen kühlen westlichen bis südwestlichen Strömung. In rund 1500 Metern Höhe, meteorologisch auf dem 850-hPa-Niveau betrachtet, liegen die Temperaturen verbreitet nur zwischen etwa 1 und 5 Grad. Das ist für Anfang Juni deutlich gedämpft und passt gut zum Charakter der Schafskälte: Nach einem oft schon frühsommerlichen Witterungsabschnitt kann noch einmal kühle Meeresluft nach Mitteleuropa einfließen.

Am Boden ist der Luftdruck über Süddeutschland etwas höher als über Norddeutschland. Daraus ergibt sich zwar keine schwere Sturmlage, aber in Schauernähe kann der Wind spürbar auffrischen. Gleichzeitig bleibt im Süden und Südosten feuchtere Luft zurück, während sich von Westen und Nordwesten her trockenere, aber labile Luft bemerkbar macht. Damit entstehen drei recht unterschiedliche Wetterzonen.

Vorhersage

Im Norden und Nordwesten wird der Dienstag wechselhaft. Zwischen kurzen freundlichen Abschnitten bilden sich zahlreiche Schauer, örtlich auch einzelne Gewitter. Besonders in Küstennähe, im Umfeld der Nordsee sowie im nördlichen Binnenland ist die Luft in der Höhe kalt genug, um die Quellwolken rasch wachsen zu lassen. Bei kräftigeren Schauern kann es kurzzeitig stark regnen, kleiner Hagel ist ebenfalls möglich. Der Wind kommt meist aus westlichen Richtungen und kann in Schauern oder Gewitternähe böig auffrischen.

In der Mitte Deutschlands fällt das Wetter etwas ruhiger aus. Vom südlichen Nordrhein-Westfalen über Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt bis nach Brandenburg und Berlin gibt es zwar ebenfalls Quellwolken, die trockeneren Luftanteile bremsen die Schauerentwicklung aber deutlich. Viele Regionen kommen längere Zeit trocken durch den Tag. Einzelne Schauer sind am ehesten nach Osten und Nordosten hin möglich. Die Temperaturen bleiben mit meist 17 bis 22 Grad verhalten, in den Mittelgebirgen ist es kühler.

Im Süden und Südosten hält sich mehr Feuchtigkeit. Vor allem südlich der Donau, am Alpenrand, im südlichen Alpenvorland und in Teilen Südostbayerns fällt zeitweise Regen. Dieser kann phasenweise auch länger anhalten, ohne überall kräftig auszufallen. Für Landwirtschaft und Natur bringt das zwar weitere Feuchte, für Ausflüge in Richtung Alpen und Voralpen ist das Wetter aber eher unbeständig und kühl. Die Temperaturen erreichen hier meist nur 14 bis 20 Grad.

Die kühle Höhenluft macht sich besonders im Bergland bemerkbar, erreicht den Alpenraum am Dienstag aber zunächst nur abgeschwächt. Die Schneefallgrenze liegt tagsüber meist noch recht hoch und ist vor allem ein Thema für das Hochgebirge. Bei länger anhaltendem Niederschlag kann es in den höchsten Lagen nasskalt werden, Schnee fällt meist erst oberhalb von etwa 2200 bis 2600 Metern. Erst in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch selbst spricht die weitere Abkühlung dafür, dass die Schneefallgrenze eher absinkt, dann zeitweise in den Bereich von 1800 bis 2200 Metern. In den Tälern und im Alpenvorland bleibt es überwiegend bei Regen.

Wetter in der Nacht

In der Nacht zum Mittwoch bleibt die Grundstruktur erhalten. Im Nordwesten und Norden lassen die Schauer mit nachlassendem Tagesgang zwar nach, ganz verschwinden sie aber nicht. Besonders in der Nähe der Nordsee sind weiterhin einzelne Schauer möglich.

Im Süden richtet sich der Blick erneut auf den Alpenrand und das südliche Alpenvorland. Dort kann der Regen wieder an Intensität zulegen. Vor allem zwischen Werdenfelser Land und Berchtesgadener Land sind länger anhaltende Niederschläge möglich. Gleichzeitig setzt sich die kühlere Luft allmählich weiter in Richtung Alpen durch. Die Schneefallgrenze kann dadurch in der Nacht und am Mittwoch eher sinken, bleibt aber meist oberhalb der bewohnten Tallagen. In den Mittelgebirgen gehen die Temperaturen bei längeren Wolkenlücken teils deutlich zurück, Bodenfrische ist in ungünstigen Lagen nicht ausgeschlossen.

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Weitere Aussichten

Auch zur Wochenmitte bleibt die Witterung eher kühl und wechselhaft. Die Schafskälte zeigt sich dabei weniger durch extreme Kälte am Boden, sondern vor allem durch die ungewöhnlich frische Luft in der Höhe, die wechselhafte Bewölkung, Schauerneigung und gedämpfte Tageswerte begünstigt. Im Süden bleibt die Niederschlagsentwicklung am Alpenrand besonders im Blick. Dort können die Niederschläge bis in den Mittwoch hinein anhalten, während in den Hochlagen zunehmend auch Schnee eine Rolle spielen kann.

Für Alltag und Planung bedeutet das: Im Norden ist wetterfeste Kleidung wegen rascher Schauerwechsel sinnvoll, im Süden und an den Alpen sollte bei Touren mit nassen Wegen, schlechter Sicht und in Hochlagen zunehmend mit Schnee oder Schneeregen gerechnet werden. Freundlichere und längere trockene Abschnitte gibt es am ehesten im mittleren Streifen Deutschlands.

Der Blick auf das aktuelle Wetter: Das Regenradar Deutschland zeigt, wo derzeit Niederschlag fällt, wohin Regengebiete ziehen und wo in den nächsten Stunden Schauer oder Gewitter möglich sind.

Für den Blick auf die weitere Entwicklung bieten die Wetterkarten und Vorhersagekarten zusätzliche Orientierung. Sie zeigen unter anderem Luftdruck, Niederschlag, Temperatur, Wind und die großräumige Wetterlage.

Wer das Wetter vor Ort genauer verfolgen möchte, findet über die Ortssuche von Blick aufs Wetter regionale Vorhersagen mit Temperatur, Regenmengen, Wind und weiteren Wetterdetails.

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Regenradar Deutschland

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