Am Dienstag, 25. August 2026, teilt sich Deutschland wettertechnisch deutlich in zwei Bereiche. Während der Norden und vor allem der Nordosten noch lange von trockenem und zeitweise sonnigem Wetter profitieren, ziehen von Frankreich und der Schweiz her dichtere Wolken und Regen in den Südwesten. Im Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge weiter auf den Süden und Teile der Mitte aus. Am Nachmittag sind dort auch einzelne Schauer und Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 20 und 27 Grad.
Zwischen trockenem Nordosten und feuchter Luft im Südwesten
Deutschland liegt am Dienstag zwischen unterschiedlichen Luftmassen. Über Westeuropa befindet sich ein ausgeprägter Höhentrog, während sich über Mitteleuropa ein Höhenrücken hält. Gleichzeitig liegt über dem Norden Europas höherer Luftdruck.
Dadurch bleibt besonders die Nordosthälfte Deutschlands zunächst noch unter dem Einfluss trockenerer Luft. Von Südwesten her gelangt dagegen zunehmend feuchtere Luft nach Deutschland. Diese Luftmassengrenze macht sich im Tagesverlauf immer deutlicher bemerkbar.
Die Folge ist ein markanter Wettergegensatz: Während im Nordosten vielerorts kaum Niederschlag fällt, werden die Wolken im Südwesten dichter und erste Regengebiete greifen auf Deutschland über.
Vormittags kommt der Regen in den Südwesten
Bereits in den Morgenstunden ziehen von Frankreich und der Schweiz her kompaktere Wolkenfelder nach Baden Württemberg, ins Saarland und nach Rheinland Pfalz.
Im Laufe des Vormittags setzt dort gebietsweise Regen ein. Die Niederschläge fallen zunächst meist leicht bis mäßig und breiten sich nur langsam weiter nach Norden und Osten aus.
Weiter nördlich und östlich zeigt sich der Dienstag zu dieser Zeit deutlich freundlicher. Besonders von Niedersachsen über Schleswig Holstein bis nach Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg und Berlin sind längere sonnige Abschnitte möglich.
Auch in Teilen Sachsens und Sachsen Anhalts bleibt es zunächst trocken.
Am Nachmittag erreicht der Regen weitere Teile der Mitte
Im weiteren Tagesverlauf schiebt sich die feuchtere Luft langsam weiter nach Nordosten. Damit breitet sich auch der Niederschlag auf weitere Regionen aus.
Betroffen sind dann zunehmend Hessen, Thüringen, Franken und weitere Teile Bayerns. Auch in Teilen Nordrhein Westfalens kann die Bewölkung deutlich zunehmen.
Dabei handelt es sich nicht überall um einen gleichmäßigen Landregen. Die Niederschläge verteilen sich regional unterschiedlich. Manche Regionen bekommen mehrere Stunden Regen, während wenige Kilometer weiter deutlich weniger fällt.
Vor allem im Südwesten und Süden können sich die Niederschläge am Nachmittag teilweise schauerartig verstärken.
Einzelne Gewitter möglich, aber keine flächendeckende Gewitterlage
Mit der feuchteren Luft steigt am Nachmittag auch die Wahrscheinlichkeit für einzelne Gewitter.
Das größte Potenzial dafür besteht im Südwesten, im Süden und teilweise in der südlichen Mitte. Dort können sich aus kräftigeren Schauern örtlich auch Gewitter entwickeln.
Eine ausgeprägte oder flächendeckende Gewitterlage zeichnet sich für Dienstag jedoch nicht ab. Vielmehr dürfte es sich um einzelne Entwicklungen handeln, die lokal auch kräftiger ausfallen können.
In Gewitternähe sind kurzfristig höhere Regenmengen möglich als in den flächigen Niederschlagsgebieten.
Die größten Regenmengen im Südwesten und Süden
Die aktuellen Niederschlagsprognosen zeigen den Schwerpunkt recht eindeutig im Südwesten Deutschlands.
Besonders in Baden Württemberg, im Saarland und im südlichen Rheinland Pfalz kann im Tagesverlauf verbreitet Regen fallen. Später werden auch Teile Bayerns und der südlichen Mitte erfasst.
Regional kommen mehrere Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Dort, wo sich kräftigere Schauer oder Gewitter entwickeln, können die Mengen örtlich deutlich höher ausfallen.
Für viele Regionen im Norden und Nordosten sieht es dagegen weiterhin deutlich trockener aus. Besonders in Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg und Teilen Sachsen Anhalts bleibt es nach aktuellem Stand vielerorts niederschlagsfrei.
Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad
Bei den Temperaturen zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Unterschied zwischen den Regionen.
Unter den dichteren Wolken und im Regen werden im Süden und Südwesten teilweise nur etwa 20 bis 23 Grad erreicht.
Wo sich die Sonne länger zeigt, steigen die Temperaturen dagegen auf 24 bis 27 Grad. Besonders im Norden, Nordosten und teilweise auch im Westen sind sommerliche Werte möglich.
Am Oberrhein kann es in trockeneren Phasen ebenfalls recht warm werden.
Auch in höheren Luftschichten zeigt sich die wärmere Luft im Südwesten deutlich. In etwa 1500 Metern Höhe liegen die Temperaturen dort bei bis zu rund 17 Grad, während im Nordosten etwa 8 Grad erwartet werden.