Das Wetter am Dienstag, 29. September 2026, bringt weiten Teilen Deutschlands noch einmal ungewöhnlich hohe Temperaturen. Dabei gelangt zwischen einem kräftigen Hoch über Osteuropa und tiefem Luftdruck über dem Nordatlantik sehr warme Luft nach Deutschland. Vor allem im Westen und Südwesten sind örtlich noch einmal 30 Grad möglich. Damit liegen die Temperaturen für Ende September außergewöhnlich hoch.
Während es in großen Teilen des Landes trocken und zeitweise sonnig bleibt, streifen dichtere Wolken und etwas Regen vor allem den äußersten Norden. Regional beginnt der Tag zudem mit Nebel oder Hochnebel.
Wetterlage: Sehr warme Luft zwischen Atlantiktiefs und Osteuropahoch
Die großräumige Wetterlage ist für die ungewöhnliche Wärme entscheidend. Über Osteuropa liegt ein kräftiges Hochdruckgebiet mit einem Kerndruck von mehr als 1030 hPa. Gleichzeitig befinden sich westlich der Britischen Inseln und über dem Nordatlantik ausgeprägte Tiefdruckgebiete.
Deutschland liegt damit auf der West- bis Südwestflanke des Hochs. In der Höhe reicht ein kräftiger Rücken von Süd- und Mitteleuropa weit nach Norden. Auf seiner Westseite wird sehr warme Luft aus südlichen Breiten nach Mitteleuropa geführt.
Das zeigt sich besonders deutlich bei den Temperaturabweichungen: Die Modellberechnungen liegen am Dienstagnachmittag in weiten Teilen Deutschlands mehr als 10 Grad über dem Klimamittel 1991–2020, regional sogar noch darüber. Solche Abweichungen sind Ende September bemerkenswert. Es handelt sich allerdings um die Abweichung zum klimatologischen Mittel des jeweiligen Tages und nicht darum, dass überall Temperaturrekorde erreicht werden.
Wolken und Niederschlag: Der Norden bekommt mehr Wolken ab
Am Dienstagmorgen gibt es regional noch Nebel oder Hochnebel. Nach dessen Auflösung stehen die Chancen auf längere sonnige Abschnitte vor allem von der Mitte bis in den Süden und Osten gut.
Anders sieht es im Norden und Nordwesten aus. Dort ziehen wiederholt dichtere Wolkenfelder durch. Ein Niederschlagsgebiet über der Nordsee streift zeitweise Schleswig-Holstein und das angrenzende Küstenumfeld. Größere Regenmengen sind über Deutschland aber nicht zu erwarten.
Der Niederschlagsschwerpunkt liegt über der Nordsee und Richtung Dänemark. Im äußersten Norden können örtlich einige Millimeter zusammenkommen, während der weitaus größte Teil Deutschlands trocken bleibt.
Im Tagesverlauf breiten sich von Westen zwar ebenfalls Wolkenfelder aus, sie bringen am Dienstag aber meist noch keinen nennenswerten Niederschlag. Die eigentliche Wetterverschlechterung lässt zunächst auf sich warten.
Temperaturen am Dienstag: Im Westen und Südwesten örtlich 30 Grad
Nach einem regional frischen Morgen steigen die Temperaturen kräftig an. In weiten Teilen Deutschlands werden am Nachmittag 25 bis 29 Grad erreicht.
Besonders warm wird es vom Südwesten über den Westen bis teilweise in die Mitte. Am Oberrhein, am Mittelrhein und in weiteren begünstigten Regionen sind 29 bis örtlich 30 Grad möglich. Auch weiter nördlich werden verbreitet Werte um 26 bis 28 Grad berechnet.
Deutlich gemäßigter bleibt es unmittelbar an den Küsten. Dort liegen die Höchstwerte teilweise nur um 20 Grad.
Für den 29. September ist das Temperaturniveau insgesamt außergewöhnlich hoch. Meteorologisch befinden wir uns längst im Herbst, die Temperaturen erinnern in vielen Regionen jedoch noch einmal an einen Hochsommertag.
Wind: Meist ruhig – an den Küsten lebhafter
Abseits der Küsten spielt der Wind am Dienstag keine große Rolle. Meist weht er schwach bis mäßig aus östlichen bis südöstlichen Richtungen. Auch die berechneten Windböen bleiben im Binnenland überwiegend unauffällig.
An Nord- und Ostsee macht sich der stärkere Druckgradient dagegen deutlicher bemerkbar. Dort kann der Südostwind zeitweise frisch wehen und in Böen deutlich stärker ausfallen. Eine verbreitete stürmische Wetterlage ist jedoch nicht zu erwarten.
Wo aktuell Niederschlag fällt und wohin Regengebiete ziehen, zeigt das Regenradar für Deutschland. Regionale Modellprognosen finden Sie in den ICON-D2-Wetterkarten.