Am Freitag fällt vor allem im Süden und Südosten teils kräftiger Regen, örtlich mit Gewittern. Im Westen Schauer, Mitte und Nordosten oft trocken.
Am Freitag, 21. August 2026, bleibt Deutschland zwischen unterschiedlichen Luftmassen geteilt. Die mit Abstand größten Regenmengen werden im Süden und Südosten erwartet. Dort kann es über mehrere Stunden schauerartig verstärkt regnen, örtlich kommen Gewitter hinzu. Im Westen und Nordwesten ziehen dagegen eher einzelne Schauer durch, während weite Teile der Mitte und des Nordostens längere trockene Abschnitte bekommen. Die Temperaturen erreichen meist 22 bis 27 Grad, unter den Regenwolken im Süden sowie an den Küsten bleibt es deutlich kühler.
Stand: Donnerstag, 20. August 2026
Wetterlage: Kühlere Luft kommt von Westen
Deutschland liegt am Freitag am Südrand einer Tiefdruckzone über Nordeuropa. Gleichzeitig befindet sich über dem mittleren Atlantik ein kräftiges Hoch. Dazwischen setzt sich über Mitteleuropa eine westliche Strömung durch, mit der etwas kühlere Luft nach Deutschland gelangt.
In rund 1500 Metern Höhe liegen die Temperaturen über Nord und Westdeutschland nur noch bei etwa 6 bis 9 Grad. Richtung Süden und Südosten werden dagegen noch 11 bis 15 Grad erreicht. Besonders dort ist die Luft zugleich deutlich feuchter. Die Taupunkte liegen über Bayern und Teilen Ostdeutschlands vielfach zwischen 13 und 17 Grad.
Damit befindet sich vor allem der Süden und Südosten weiterhin in einer feuchten und potenziell instabilen Luftmasse. Hier kann vorhandener Regen immer wieder schauerartig verstärkt und teilweise von Gewittern begleitet werden.
Süden und Südosten: Hier fällt der meiste Regen
Der Schwerpunkt des Niederschlags liegt eindeutig südlich einer Linie etwa vom südlichen Baden Württemberg über Franken bis nach Sachsen.
Besonders betroffen sind voraussichtlich Teile Bayerns. Von Schwaben und Oberbayern über die Alpenregion bis nach Niederbayern können im Tagesverlauf wiederholt kräftige Regenfälle auftreten. Die Niederschläge fallen nicht überall gleichmäßig, sondern können zeitweise schauerartig verstärkt sein.
ICON D2 simuliert innerhalb von 24 Stunden in größeren Teilen Süddeutschlands 10 bis 25 Liter Regen pro Quadratmeter. In Teilen Bayerns werden auch 25 bis 40 Liter, lokal noch höhere Mengen gerechnet. Die größten Mengen liegen nach diesem Lauf vor allem in einem Streifen vom Alpenraum über Bayern bis in Richtung Sachsen.
Das gröber aufgelöste GFS bestätigt grundsätzlich den Schwerpunkt im Süden, konzentriert die höchsten Mengen aber stärker auf den Alpenraum und das südöstliche Bayern.
Damit ist der genaue Verlauf der stärksten Niederschlagszone noch nicht abschließend festgelegt. Beide Modelle zeigen jedoch deutlich, dass Süddeutschland am Freitag die besten Chancen auf ergiebigeren Regen besitzt.
An den Alpen kann der Regen zeitweise auch länger anhalten.
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Gewitter: Vor allem im Süden lokal kräftig
Die Gewittergefahr ist am Freitag nicht flächendeckend hoch. Wo sich allerdings innerhalb der feuchten Luftmasse stärkere Zellen entwickeln, können die Niederschläge vorübergehend deutlich intensiver werden.
Das betrifft vor allem:
Baden Württemberg: Im Süden und Südosten zeitweise kräftigere Schauer, lokal auch Gewitter. Richtung Nordbaden und Nordwürttemberg werden die Niederschläge unregelmäßiger.
Bayern: Größtes Potenzial für kräftigen Regen. Besonders vom Alpenvorland über Oberbayern bis nach Niederbayern sind eingebettete Gewitter möglich. Lokal können dabei innerhalb kurzer Zeit größere Regenmengen fallen.
Sachsen und südliches Brandenburg: Im Tagesverlauf kann die Regenzone auch den Osten Deutschlands erfassen. Vor allem Richtung Erzgebirge und Lausitz sind kräftigere Schauer möglich.
Ein lokales Unwetter durch Starkregen lässt sich im Süden nicht vollständig ausschließen. Eine großflächige schwere Gewitterlage zeichnet sich nach den aktuellen Karten allerdings nicht ab.
Westen und Nordwesten: Schauer statt Dauerregen
Ganz anders sieht es im Westen aus. Nordrhein Westfalen, Rheinland Pfalz, das Saarland und Teile Niedersachsens liegen in einer wechselhaften westlichen Strömung.
Hier ziehen immer wieder einzelne Schauer durch. Besonders in Richtung Niederrhein, Eifel, Münsterland und Nordseeküste können sich zeitweise etwas kräftigere Schauer entwickeln. Auch ein kurzes Gewitter ist möglich.
Die Niederschlagsmengen bleiben jedoch deutlich ungleichmäßiger als im Süden. Häufig werden nur wenige Liter pro Quadratmeter erreicht. Lokal können stärkere Schauer auch einmal um oder über 10 Liter bringen.
Von einem flächendeckenden ergiebigen Regen kann im Westen deshalb erneut keine Rede sein.
Mitte und Nordosten: Viele Regionen bekommen kaum Regen
Zwischen Hessen, Thüringen, Sachsen Anhalt, Mecklenburg Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg zeigt sich am Freitag eine deutlich trockenere Zone.
Hier gibt es zwar Wolkenfelder, zwischendurch aber auch längere sonnige Abschnitte. Einzelne Schauer sind nicht vollkommen ausgeschlossen, vielerorts dürfte der Tag jedoch weitgehend trocken verlaufen.
Gerade für trockene Regionen der Mitte und des Nordostens bringt der Freitag deshalb wahrscheinlich keine nachhaltige Entspannung.
Auch die Niederschlagskarten zeigen hier teilweise nur minimale Mengen oder gar keinen messbaren Regen.
Temperaturen: Im Süden unter Regen deutlich kühler
Die große Hitze ist vorerst beendet.
An der Nord und Ostseeküste werden meist 18 bis 21 Grad erreicht. Auch im äußersten Süden, insbesondere südlich der Donau und unter länger anhaltendem Regen, bleiben die Temperaturen teilweise um 18 bis 21 Grad.
Im Westen und in der Mitte liegen die Höchstwerte meist zwischen 22 und 25 Grad.
Am wärmsten wird es voraussichtlich im Osten und Nordosten sowie teilweise in Franken. Dort sind bei längeren sonnigen Phasen 24 bis 27 Grad möglich.
Damit besteht am Freitag ein ungewöhnliches Temperaturgefälle: Ausgerechnet im Süden, wo in den vergangenen Tagen die höchsten Temperaturen gemessen wurden, kann es unter den Regenwolken zeitweise zu den kühlsten Regionen Deutschlands gehören.
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Wer bekommt am Freitag wirklich Regen?
Die aktuelle Modelllage lässt sich recht klar zusammenfassen:
Viel Regen: südliches Baden Württemberg, Bayern, Alpenraum, regional Sachsen.
Zeitweise Regen und Schauer: Westen, Nordwesten, Teile Frankens und der südlichen Mitte.
Nur wenig Regen: große Teile Niedersachsens, Hessen, Sachsen Anhalt und Brandenburg.
Teilweise komplett trocken: vor allem einige Regionen der Mitte und des Nordostens.
Der Freitag bringt damit durchaus nennenswerte Niederschläge, aber erneut keinen flächendeckenden Regen für Deutschland.
Weitere Aussichten: Das Wochenende wird kühler
Am Samstag bleibt es wechselhaft. Vor allem im Nordwesten und über der Mitte ziehen einzelne Schauer durch, örtlich ist auch ein Gewitter möglich. Im Süden wechseln sich Wolken und sonnige Abschnitte ab. An den Alpen und im Alpenvorland können sich im Tagesverlauf erneut kräftigere Schauer oder Gewitter bilden.
Mit Höchstwerten von meist 18 bis 23 Grad wird es deutlich gemäßigter.
Am Sonntag setzt sich das wechselhafte Wetter vor allem im Norden fort. Rund um die Küsten und im Nordosten sind weitere Schauer möglich. Auch an den Alpen bleibt die Schauerneigung erhöht. Dazwischen gibt es allerdings größere trockene Gebiete.
Im Südwesten kann sich die Sonne zeitweise länger zeigen. Am Oberrhein sind am Sonntag wieder Werte um 25 Grad möglich, während es an der Nordsee teilweise kaum über 17 bis 19 Grad hinausgeht.
Eine neue ausgeprägte Hitze zeichnet sich für das Wochenende damit nicht ab. Gleichzeitig bleibt die Regenverteilung sehr ungleichmäßig: Einige Regionen bekommen in wenigen Stunden erhebliche Mengen, andere bleiben auch diesmal nahezu trocken.
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Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.
Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.