Am Freitag, 28. August 2026, drohen in Deutschland kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Lokal sind Unwetter möglich.
Donnerstag, 27. August 2026
Freitag - kräftige Gewitter und Unwettergefahr
Deutschland liegt am Freitag in einer feuchtwarmen und zunehmend labilen Südwestströmung. Zwischen tieferem Luftdruck über Westeuropa und der Nordsee sowie höherem Luftdruck über Osteuropa wird warme Luft herangeführt. Schon in der Nacht greifen von Westen und Südwesten Schauer und Gewitter über. Am Freitag selbst entwickeln sich dann erneut in vielen Landesteilen kräftige Gewitter. Lokal besteht Unwettergefahr durch Starkregen, schwere Sturmböen und Hagel. Auch ein Tornado ist nicht ausgeschlossen. Die genaue Lage der stärksten Entwicklungen ist aber noch unsicher und wird erst per Nowcast genauer einzugrenzen sein.
Wetterlage
Die großräumige Wetterlage bleibt spannungsgeladen. Über dem westlichen und nordwestlichen Europa liegt tieferer Luftdruck, während sich über Osteuropa noch höherer Luftdruck hält. Deutschland befindet sich dazwischen in einer warmen bis sehr warmen, feuchten Südwestströmung. In 850 hPa liegt über weiten Teilen des Landes weiterhin warme Luft, im Osten und Südosten teils besonders ausgeprägt. Gleichzeitig nimmt die Labilität zu, sodass Schauer und Gewitter immer wieder ausgelöst werden können.
Dazu kommt ein spürbarer Höhenwind, der organisierte Gewitterstrukturen begünstigen kann. Das spricht nicht nur für einzelne Wärmegewitter, sondern örtlich auch für linienförmige Entwicklungen mit kräftigen Böenfeldern. Genau daraus ergibt sich regional ein erhöhtes Risiko für markante Wettererscheinungen.
Gewitter in der Nacht zum Freitag
Bereits in der Nacht zum Freitag breiten sich vom Westen und Südwesten her örtlich kräftige Schauer und Gewitter bis etwa zur Elbe aus. Besonders im Nordwesten deuten die Signale auf gebietsweise mehrstündigen gewittrigen Regen hin. Dort kann lokal viel Regen in relativ kurzer Zeit zusammenkommen. Vereinzelt ist bereits in der Nacht Unwettergefahr gegeben.
Östlich der Elbe und auch im Südosten bleibt es dagegen zunächst meist noch trocken. Dort ist der Himmel längere Zeit nur gering bewölkt, und die Nacht verläuft zunächst deutlich ruhiger. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 20 und 15 Grad, also für viele Regionen recht mild.
Gewitter am Freitag nach Regionen
Norden und Nordwesten
Im Norden und besonders im Nordwesten ist die Gewitter und Regengefahr schon früh erhöht. Hier können aus der Nacht heraus noch kräftige Schauer und Gewitter aktiv sein. Im Tagesverlauf lebt die Konvektion erneut auf. Vor allem in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig Holstein und Teilen von Nordrhein Westfalen sind kräftige Schauer, Gewitter und gebietsweise auch längere Regenphasen möglich.
Gerade der Nordwesten gehört zu den Regionen mit erhöhtem Potenzial für Starkregen und lokale Überflutungen. Auch kräftige Böenfelder sind möglich. Die Temperaturen liegen meist zwischen 22 und 27 Grad, an der See teils etwas darunter.
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Westen und Südwesten
Vom Saarland und Rheinland Pfalz über Hessen bis nach Baden Württemberg muss im Tagesverlauf ebenfalls mit kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Teilweise ziehen bereits am Vormittag erste Staffeln durch, später können sich weitere Gewitter neu bilden. Vor allem im Südwesten besteht lokal die Gefahr von Starkregen, Hagel und stürmischen bis schweren Sturmböen.
In Baden Württemberg und im südlichen Rheinland Pfalz ist zudem darauf zu achten, dass einzelne Gewitterlinien oder rotierende Zellen auftreten können. Damit ist ein Tornado zwar kein wahrscheinliches Flächenereignis, aber lokal auch nicht ausgeschlossen. Die Höchstwerte erreichen meist 25 bis 28 Grad.
Mitte
In der Mitte Deutschlands hängt viel davon ab, wie stark sich die Luft tagsüber erwärmen kann und welche Gewitterreste aus der Nacht noch eine Rolle spielen. Von NRW über Hessen bis nach Thüringen und Sachsen Anhalt sind im Tagesverlauf wiederholt Schauer und Gewitter möglich. Diese können örtlich kräftig ausfallen, die genaue Verteilung ist aber noch unsicher.
Hier gilt besonders: Nicht jeder Ort bekommt Gewitter, aber dort, wo sich Zellen durchsetzen, kann es kurzfristig markant werden. Möglich sind Starkregen, kleinkörniger bis mittlerer Hagel und kräftige Böen. Je nach Entwicklung können sich lokal auch ausgeprägtere Böenfelder bilden.
Osten und Nordosten
Im Osten und Nordosten startet der Freitag zunächst noch freundlicher und teils warm bis sehr warm. In Brandenburg, Berlin, Sachsen und Mecklenburg Vorpommern sind längere trockene und teils freundliche Phasen möglich, bevor im Tagesverlauf oder gegen Abend auch hier örtlich Gewitter aufkommen.
Die Unsicherheit ist in diesen Regionen besonders hoch, weil die genaue Gewitterauslöse stark davon abhängt, wie schnell Störungen von Westen oder Südwesten übergreifen. Wo Gewitter entstehen, können sie aber rasch kräftig werden. Vor allem im Osten ist die Luftmasse noch recht warm, sodass lokal energiereiche Entwicklungen möglich bleiben. Die Höchstwerte steigen hier verbreitet auf 27 bis 31 Grad, mit den höchsten Werten im äußersten Osten und Südosten.
Süden und Südosten
Im Süden und Südosten wird es schwülwarm bis heiß. Besonders in Bayern und im Alpenvorland steigen die Temperaturen regional nochmals auf 28 bis 31 Grad, lokal im südöstlichen Bayern auch etwas darüber. Gleichzeitig entstehen schon im Tagesverlauf, teils bereits am Vormittag, kräftige Schauer und Gewitter.
Vor allem vom südlichen Baden Württemberg über Schwaben bis nach Oberbayern und in Richtung Alpen ist lokal Unwetterpotenzial vorhanden. Dort sind Starkregen, Hagel und kräftige bis schwere Sturmböen möglich. Auch im Süden ist ein Tornado bei entsprechend organisierter Gewitterstruktur nicht völlig ausgeschlossen. Zudem können in Gewitternähe markante Böenfelder auftreten.
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Gefahren am Freitag
Die größten Gefahren gehen am Freitag von kräftigen Gewittern aus. Dazu zählen:
Starkregen mit lokaler Überflutungsgefahr
stürmische Böen bis schwere Sturmböen
örtlich Hagel
lokal ausgeprägte Böenfelder
vereinzelt ein Tornado nicht ausgeschlossen
Wichtig ist aber: Die genaue Lage der kräftigsten Gewitter ist noch unsicher. Das betrifft sowohl die Nacht zum Freitag als auch die Entwicklung tagsüber. Schon kleine Unterschiede in Bewölkung, Sonnenschein und Resten nächtlicher Gewitter können entscheiden, wo sich die stärksten Zellen bilden.
Deshalb ist am Freitag ein Nowcast besonders wichtig. Wer wetterempfindliche Planungen hat oder Veranstaltungen im Freien organisiert, sollte die aktuelle Radar und Warnlage im Tagesverlauf eng verfolgen.
Temperaturen am Freitag
Die Höchstwerte liegen meist zwischen 22 und 29 Grad, im äußersten Osten und Südosten örtlich noch bei bis zu 31 Grad. Am kühlsten bleibt es dort, wo längere Regenphasen oder frühe Gewitter durchziehen, also vor allem im Nordwesten. Am wärmsten wird es voraussichtlich in Teilen Ostdeutschlands und im Südosten Bayerns.
Der Wind weht mäßig bis frisch aus Süd bis Südwest, in der Westhälfte teils auch stark böig. In und nahe Gewittern sind deutlich stärkere Böen möglich.
Kurzaussichten für das Wochenende
Samstag
Am Samstag zeigt sich die Nordwesthälfte oft wolkig bis stark bewölkt. Dort fällt vor allem in der zweiten Tageshälfte zeitweise schauerartiger Regen. Nach Süden und Osten hin ist es bei wechselnder Bewölkung freundlicher, hier gibt es nur vereinzelt kurze Schauer. Die Höchstwerte liegen zwischen 21 und 27 Grad. Dazu weht ein mäßiger, in Böen teils starker Südwestwind, an der Nordsee vereinzelt mit stürmischen Böen.
Sonntag
Am Sonntag ziehen im Norden wiederholt Schauer durch. Sonst gibt es bei wechselnder Bewölkung meist nur einzelne kurze Schauer. Die längsten freundlichen Abschnitte sind eher im Südosten zu erwarten. Die Temperaturen liegen im Norden und Nordwesten meist bei 22 bis 25 Grad, sonst bei 24 bis 28 Grad. Der Südwestwind bleibt lebhaft und zeitweise stark böig.
Fazit
Der Freitag wird ein schwülwarmer und regional unwetterträchtiger Tag. Schon in der Nacht greifen von Westen und Südwesten erste kräftige Schauer und Gewitter über, tagsüber können sich dann nahezu landesweit weitere Gewitter entwickeln. Besonders im Süden und in der Nordwesthälfte ist das Unwetterpotenzial erhöht. Neben Starkregen und Hagel sind auch kräftige Böenfelder möglich. Ein Tornado ist zwar nur lokal ein Thema, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Wegen der noch unsicheren genauen Gewitterlage ist am Freitag ein enger Blick auf Radar, Warnungen und Nowcast besonders wichtig.
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Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.
Am Dienstag startet der Osten und Süden örtlich frostig. Von Westen zieht Regen auf, an der Nordsee wird es windig. Tagsüber werden 14 bis 19 Grad erreicht.