Der September verabschiedet sich am Mittwoch in weiten Teilen Deutschlands noch einmal ungewöhnlich warm. Besonders im Süden, Südwesten und in Teilen der Mitte scheint nach örtlichem Frühnebel längere Zeit die Sonne, während sich von Westen bereits die nächste Wetteränderung bemerkbar macht.
Im Tagesverlauf nimmt dort die Bewölkung zu, erste Schauer können aufziehen. Der eigentliche Regen erreicht Deutschland allerdings erst am Abend und vor allem in der Nacht zum Donnerstag deutlicher.
Wetterlage: Sehr warme Luft liegt noch über Deutschland
Deutschland befindet sich am Mittwoch weiterhin in einer für Ende September außergewöhnlich warmen Luftmasse. In rund 1500 Metern Höhe werden verbreitet Temperaturen um 14 bis 17 Grad simuliert, im Süden regional noch etwas darüber.
Besonders deutlich wird die ungewöhnliche Wärme beim Vergleich mit dem Klimamittel 1991 bis 2020. Die Temperatur in 850 hPa liegt über großen Teilen Deutschlands etwa 8 bis 10 Kelvin über dem langjährigen Mittel, örtlich sogar geringfügig darüber. Dabei handelt es sich um die Abweichung in der freien Atmosphäre und nicht unmittelbar um die Temperaturabweichung am Boden, sie zeigt aber eindrucksvoll, wie ungewöhnlich warm die Luftmasse für diese Jahreszeit ist.
Von Westen nähert sich gleichzeitig ein ausgedehntes Wolken- und Niederschlagsfeld. Am Mittwoch liegt dessen Schwerpunkt zunächst noch westlich von Deutschland, sodass sich die Umstellung nur langsam bemerkbar macht.
Tiefsttemperaturen: Im Südosten teilweise nur wenige Grad
Die Nacht zum Mittwoch verläuft regional ausgesprochen unterschiedlich. Während es im Westen und Nordwesten unter mehr Bewölkung vergleichsweise mild bleibt, kann es bei länger klarem Himmel nach Südosten deutlich stärker auskühlen.
Die Tiefstwerte liegen meist zwischen etwa 17 Grad am Niederrhein und 5 Grad in Ostbayern. In einzelnen windgeschützten Lagen Süddeutschlands sind nach den Modellberechnungen auch Werte um 3 Grad möglich. Örtlich können sich erneut Nebelfelder bilden.
Mittwochvormittag: Häufig freundlich und trocken
Nach Auflösung örtlicher Nebelfelder beginnt der Mittwoch in vielen Regionen freundlich. Von Süddeutschland über die Mitte bis in den Osten gibt es längere sonnige Abschnitte, teilweise bleibt der Himmel über Stunden nur locker bewölkt.
Im Westen ziehen dagegen bereits dichtere Wolkenfelder auf. Zunächst bleibt es dort vielerorts noch trocken, während sich das eigentliche Niederschlagsgebiet über Frankreich, Belgien und der Nordsee langsam weiter nach Osten verlagert.
Am Nachmittag erste Schauer im Westen
Im Laufe des Nachmittags verstärkt sich der Unterschied zwischen West und Ost. Während es von Bayern über Sachsen bis nach Brandenburg weiterhin längere sonnige Abschnitte gibt, werden die Wolken im Westen zunehmend dichter.
Vor allem Richtung Niederrhein, Eifel, Saarland und westliches Rheinland-Pfalz können im weiteren Tagesverlauf erste Schauer auftreten. Größere Niederschlagsmengen werden bis zum Abend innerhalb Deutschlands allerdings noch nicht flächendeckend erwartet.
Die 24-Stunden-Niederschlagssumme bleibt deshalb am Mittwoch in weiten Teilen Deutschlands sehr gering oder bei 0 mm. Erst unmittelbar an der westlichen Grenze sind örtlich erste messbare Mengen zu erwarten, während westlich Deutschlands bereits deutlich kräftigere Niederschläge simuliert werden.
Höchsttemperaturen: Im Südwesten örtlich 30 Grad
Trotz des bevorstehenden Wetterwechsels wird der Mittwoch noch einmal ausgesprochen warm. Die Höchstwerte erreichen verbreitet 24 bis 28 Grad, entlang des Rheins und besonders im Südwesten sind 29 bis örtlich 30 Grad möglich.
Auch in Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und der Mitte werden nochmals Werte um 26 bis 28 Grad erwartet. Deutlich kühler bleibt es lediglich an den Küsten, wo die Temperaturen teilweise nur um 20 Grad liegen.
Damit endet der September mit Temperaturen, die eher an Hochsommer als an den Beginn des meteorologischen Herbstes erinnern. Besonders die Kombination aus sehr warmer Höhenluft und viel Sonnenschein ermöglicht im Süden und Südwesten noch einmal außergewöhnlich hohe Werte.
Wind: Meist kein großes Thema
Der Wind bleibt am Mittwoch überwiegend schwach bis mäßig und kommt meist aus östlichen bis südöstlichen Richtungen. Im Binnenland bewegen sich die Böen vielfach nur im Bereich von etwa 20 bis 40 km/h, sodass der Wind dort kaum auffällt.
Etwas lebhafter wird es Richtung Nord- und Ostseeküste. Dort sind zeitweise Böen um 40 bis 60 km/h möglich, eine markante Sturmlage zeichnet sich jedoch nicht ab.