Deutschland erlebt am Sonntag einen deutlichen Wetterkontrast. Während der Norden und Nordwesten unter dem Einfluss einer lebhaften West bis Südwestströmung bleiben und wiederholt Schauer durchziehen, zeigt sich das Wetter in weiten Teilen der Mitte, im Osten und besonders im Süden deutlich freundlicher. Von den Alpen bis zur Lausitz sind längere sonnige Abschnitte möglich. Gleichzeitig bleibt der Wind vor allem im Norden ein Thema. Die Temperaturen erreichen zwischen etwa 20 Grad an der Nordsee und örtlich 28 bis 29 Grad im Süden.
Stand: Samstag, 29. August 2026
Wetterlage: Deutschland bleibt an der Südflanke eines Tiefdruckkomplexes
Über Nordwest und Nordeuropa liegt weiterhin ein umfangreicher Tiefdruckkomplex. Deutschland befindet sich an dessen Südflanke in einer westlichen bis südwestlichen Höhenströmung, mit der immer wieder kleinere Störungen über den Norden hinweggeführt werden. Besonders über der Nordsee und Norddeutschland bleibt die Atmosphäre deshalb wechselhaft.
Weiter südlich nimmt der Einfluss dieser Störungen deutlich ab. Dort liegt am Sonntag noch vergleichsweise warme Luft. In rund 1500 Metern Höhe werden über Norddeutschland etwa 8 bis 11 Grad gerechnet, während im Süden verbreitet 14 bis 17 Grad erreicht werden. Damit bleibt die Luftmasse südlich der Mittelgebirge noch spätsommerlich warm.
Der Druckgradient zwischen tiefem Luftdruck über dem Nordatlantik und Nordeuropa und höherem Luftdruck weiter südlich sorgt gleichzeitig für eine lebhafte Südwestströmung. Der Sonntag wird daher nicht nur im Norden wechselhaft, sondern dort zeitweise auch ausgesprochen windig.
Nacht zum Sonntag: Regen und Schauer ziehen über den Norden
Bereits am Samstagabend greifen von Westen Niederschläge auf den Nordwesten Deutschlands über. Im Laufe der ersten Nachthälfte zieht das Regen und Schauergebiet über Niedersachsen und Schleswig Holstein weiter ostwärts. Zeitweise kann der Regen etwas kräftiger ausfallen.
Bis zum Sonntagmorgen verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend in Richtung Schleswig Holstein, Mecklenburg Vorpommern und Ostsee. In der Mitte und im Süden bleibt es dagegen größtenteils trocken. Für den größten Teil Süddeutschlands beginnt der Sonntag somit ruhig und oftmals bereits freundlich.
Die Tiefstwerte liegen überwiegend zwischen 12 und 16 Grad. In einigen geschützten Tälern und besonders im Alpenraum kann es deutlich kühler werden.
Norden und Nordwesten: Wechselhaft mit Schauern
Am Sonntagvormittag konzentrieren sich die Niederschläge zunächst auf Schleswig Holstein und das Umfeld der Nordsee. Im weiteren Tagesverlauf ziehen dort immer wieder Schauer durch. Zwischen den Schauern sind zwar auch trockene und zeitweise freundlichere Phasen möglich, insgesamt bleibt das Wetter im Norden aber deutlich unbeständiger als in den übrigen Landesteilen.
Vor allem im Küstenumfeld können einzelne Schauer kräftiger ausfallen. Auch ein kurzes Gewitter ist nicht ausgeschlossen. Eine flächendeckende Gewitterlage zeichnet sich allerdings nicht ab.
Richtung Niedersachsen und nördliches Nordrhein Westfalen nimmt die Schauerneigung nach Süden bereits deutlich ab. Je weiter man in Richtung Mitte kommt, desto länger werden die trockenen Abschnitte.
Mitte und Osten: Viel trockenes Wetter und zeitweise Sonne
Von Nordrhein Westfalen und Hessen über Thüringen und Sachsen Anhalt bis nach Sachsen verläuft der Sonntag überwiegend trocken. Die Bewölkung kann zwar zeitweise etwas dichter sein, zwischendurch kommt aber immer wieder die Sonne heraus.
Besonders Richtung Sachsen und Lausitz sind längere sonnige Abschnitte möglich. Hier macht sich die deutlich wärmere Luftmasse bereits stärker bemerkbar. Die Temperaturen steigen verbreitet auf 24 bis 27 Grad.
Im Westen und in Teilen der Mitte bleibt der Wind allerdings spürbar. Vor allem auf freien Flächen können kräftige Böen auftreten, sodass sich das Wetter trotz angenehmer Temperaturen zeitweise deutlich bewegter anfühlt.