Wetterlage
Am Sonntag, dem 31. Mai 2026, endet der meteorologische Frühling in Deutschland mit einer zunehmend wechselhaften und regional markanten Wetterlage. Über Mitteleuropa liegt feuchte und mäßig warme bis warme Luft, während von Westen her etwas kühlere Luft einsickert. Dadurch nimmt die Labilität der Atmosphäre im Tagesverlauf deutlich zu. Besonders dort, wo sich die Luft zuvor noch stärker erwärmen kann, entstehen günstige Bedingungen für Schauer und Gewitter.
Die Druckverteilung bleibt insgesamt flach, sodass die Gewitterzellen nicht überall gleichmäßig auftreten. Vielmehr sind regionale Unterschiede wahrscheinlich: Während der Norden nur am Rand der aktiveren Zone liegt, geraten der Westen, die Mitte und später auch der Süden stärker in den Bereich konvektiver Niederschläge. Die genaue Verteilung der kräftigsten Entwicklungen ist dabei naturgemäß unsicher, weil Gewitter kleinräumig entstehen und örtlich sehr unterschiedliche Regenmengen bringen können.
Vorhersage
Am Sonntag zeigt sich der Himmel vielerorts wechselnd bewölkt. Im Westen können bereits im Laufe des Vormittags erste Schauer auftreten. Im weiteren Tagesverlauf greifen die Niederschläge auf die Mitte und den Süden Deutschlands über. Dabei sind zunehmend auch Gewitter möglich, lokal mit kräftigem Regen, böigem Wind und kleinräumig intensiven Entwicklungen. Besonders in einem Streifen vom Westen über die Mitte bis in den Süden können sich die Schauer und Gewitter zeitweise häufen.
Im Norden bleibt die Lage deutlich ruhiger. Dort überwiegt ein Mix aus Wolken und freundlichen Abschnitten, einzelne schwache Schauer sind aber nicht ausgeschlossen. An den Küsten wirkt die kühlere Meeresluft dämpfend, weshalb die Temperaturen dort niedriger bleiben und die Gewitterneigung geringer ausfällt.
Die Höchstwerte erreichen im Norden und Nordwesten meist 18 bis 25 Grad. In der Mitte, im Osten und im Süden werden häufig 25 bis 30 Grad erwartet. Damit fühlt sich der Tag abseits der Schauerzonen teils sommerlich warm an, bevor Gewitter örtlich für eine abrupte Abkühlung sorgen können. Für Ausflüge, Veranstaltungen und Arbeiten im Freien bedeutet das: Der Vormittag ist regional noch nutzbar, ab Mittag muss vor allem in der Mitte und im Süden mit raschen Wetterwechseln gerechnet werden.
Der Wind weht abseits von Gewittern meist mäßig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen. Im Süden kann er zeitweise stärker böig auffrischen. In Gewitternähe sind deutlich kräftigere Böen möglich, sodass lose Gegenstände im Freien gesichert werden sollten.
Wetter in der Nacht
In der Nacht zum Montag ziehen sich die Schauer und Gewitter allmählich in den Osten und Süden zurück. Dort kann es zunächst noch weiter regnen, örtlich auch gewittrig durchsetzt. Besonders in Süddeutschland und im östlichen Mittelgebirgsraum sind noch einmal kräftigere Niederschläge möglich.
In der Westhälfte beruhigt sich das Wetter dagegen zunehmend. Die Niederschläge klingen ab oder ziehen nach Osten weiter, später lockert die Bewölkung gebietsweise auf. Die Temperaturen sinken auf 16 bis 10 Grad. Dort, wo zuvor kräftiger Regen gefallen ist, können Straßen zeitweise nass bleiben, in Gewitternähe sind auch kleinere Überflutungen auf schlecht entwässerten Flächen nicht auszuschließen.