Wettertrend für Deutschland: Warmer Start, danach Schauer, Gewitter und unsichere Juni-Aussichten
Wetterlage
Die Ensemble-Vorhersagen zeigen für Deutschland eine wechselhafte Entwicklung vom 27. Mai bis etwa 12. Juni. Zunächst liegt über weiten Teilen des Landes warme Luft. Besonders im Süden, Westen und Osten steigen die Temperaturen deutlich an. Bei Sonnenschein kann sich das am Boden frühsommerlich bis sommerlich anfühlen.
Zum Monatswechsel ändert sich die Lage. Die Luft wird feuchter und instabiler. Das bedeutet: Es bilden sich häufiger Schauer und Gewitter. Diese Niederschläge fallen nicht überall gleich stark. Während es an einem Ort kräftig regnen kann, bleibt es wenige Kilometer weiter trocken oder es gibt nur einen kurzen Schauer.
Anfang Juni geht das Temperaturniveau vorübergehend zurück. Das ist kein markanter Kälteeinbruch, aber die warme Phase wird deutlich gedämpft. Mehr Wolken, wiederholte Schauer und zeitweise Wind sorgen dafür, dass sich das Wetter unbeständiger anfühlt.
Der Vergleich der Ensemble-Berechnungen zeigt: Der grobe Ablauf ist recht gut erkennbar. Beide Vorhersagesysteme zeigen zunächst Wärme, danach mehr Schauer und Gewitter sowie eine vorübergehende Abkühlung Anfang Juni. Ab etwa dem 5. bis 7. Juni nimmt die Unsicherheit aber deutlich zu. Einige Berechnungen lassen wieder wärmere Luft nach Deutschland zurückkehren, andere halten das Wetter wechselhafter und weniger warm.
Vorhersage
Bis zum 29. Mai bleibt es in vielen Regionen zunächst warm und zeitweise freundlich. Besonders am Oberrhein, in Südbaden, in Bayern, Franken und im Osten Deutschlands sind höhere Temperaturen wahrscheinlich. Auch im Westen wird es zunächst mild bis warm, dort nimmt die Schauerneigung aber früher zu.
Um den 30. und 31. Mai steigt das Risiko für Schauer und Gewitter deutlich an. Besonders im Westen und Südwesten gibt es klare Signale für kräftigere Niederschläge. In Nordrhein-Westfalen, im Südwesten und später auch in Teilen Süddeutschlands können einzelne Schauer oder Gewitter kräftiger ausfallen.
Für den Alltag bedeutet das: Die Planung im Freien wird schwieriger. Es wird nicht überall und nicht ständig regnen, aber trockene Phasen wechseln häufiger mit Schauern ab. Bei Gewittern kann es lokal kurzzeitig stark regnen. Das kann im Straßenverkehr zu schlechter Sicht, nassen Fahrbahnen und örtlich Aquaplaning führen.
Im Süden bleibt die Luft länger warm und feucht. Dadurch ist dort die Gewitterneigung besonders ausgeprägt. Das betrifft unter anderem den Schwarzwald, den Oberrhein, Bayern und den Alpenrand. In diesen Regionen können sich bei Sonneneinstrahlung rasch kräftige Schauer entwickeln.
Im Osten, etwa in Sachsen, Berlin und Brandenburg, ist die warme Phase ebenfalls deutlich sichtbar. Danach wird es auch dort wechselhafter. Die Niederschläge wirken aber zunächst weniger flächig als im Westen und Süden. Im weiteren Verlauf steigt jedoch auch im Osten die Unsicherheit.
Wetter in der Nacht
Die Nächte bleiben zunächst mild. In größeren Städten, im Westen, am Rhein und im Süden kühlt es nur langsam ab. Auf dem Land und in Tälern kann es dagegen bei längeren klaren Abschnitten frischer werden.
Mit der zunehmenden Schauer- und Gewitterneigung werden auch die Nächte unruhiger. Regen oder Gewitter können bis in die Abend- und Nachtstunden andauern. Besonders nach kräftigen Schauern bleiben Straßen nass, und am Morgen kann es regional feucht oder diesig sein.
Anfang Juni sind die Nächte insgesamt wechselhaft. Es gibt trockene Abschnitte, aber immer wieder auch Schauer. Wo nachts Regen fällt, kann der Start in den Tag trüb und feucht ausfallen. Für Landwirtschaft, Garten und Natur ist der Niederschlag vielerorts willkommen, bei kräftigen Gewittern kann er aber sehr ungleich verteilt sein.