+++ Ausgegeben Mittwoch, den 05.08.2026 +++
Nach dem Höhepunkt der Hitze am Mittwoch, 5. August, wird es in vielen Regionen Deutschlands zunächst vorübergehend weniger heiß. Bereits ab Samstag, 8. August, zeichnet sich jedoch von Südwesten ein neuer Vorstoß sehr warmer bis heißer Luft ab.
Am Sonntag, 9. August, dürfte sich die Hitze auf große Teile Süd- und Mitteldeutschlands ausbreiten. Zum Beginn der neuen Woche zeigen die Wettermodelle dann unterschiedliche Varianten. Während das GFS die heiße Luft ab Dienstag wieder nach Süden zurückdrängt, lässt ECMWF zumindest zeitweise einen deutlich stärkeren und weiter nach Norden reichenden Hitzevorstoß erkennen.
Bei den Niederschlägen ist die Entwicklung eindeutiger: Ein flächiger und länger anhaltender Landregen ist bis Mitte August weiterhin nicht in Sicht. Schauer und Gewitter können lokal kräftigen Regen bringen, an der großräumigen Trockenheit ändert sich dadurch jedoch nur wenig.
Mittwoch, 5. August: Größte Hitze noch im Osten und Südosten
Am Mittwoch, 5. August, liegt die heißeste Luft zunächst noch über dem Osten und Südosten Deutschlands. Besonders betroffen sind Bayern, Sachsen, Thüringen sowie Teile Brandenburgs.
In rund 1.500 Metern Höhe, dem sogenannten 850-hPa-Niveau, werden dort teilweise noch Temperaturen zwischen etwa 18 und 22 Grad berechnet. Das entspricht bei ausreichendem Sonnenschein einer sehr warmen bis heißen Luftmasse.
Von Westen und Nordwesten beginnt gleichzeitig kühlere Atlantikluft nach Deutschland vorzudringen. Dort geht die Hitze bereits deutlich zurück.
Donnerstag und Freitag, 6. und 7. August: Deutlich weniger heiß im Norden und Westen
Am Donnerstag, 6. August, setzt sich die Abkühlung von Nordwesten weiter durch. In Norddeutschland, im Westen und später auch in Teilen der Mitte wird die heiße Luft verdrängt.
Am Freitag, 7. August, entsteht ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle. In Norddeutschland liegen die Temperaturen in 850 hPa teilweise nur noch zwischen etwa 4 und 7 Grad. In Süddeutschland werden dagegen weiterhin Werte zwischen ungefähr 14 und 18 Grad berechnet.
Die große Hitze ist damit vorübergehend beendet. Im Süden bleibt es jedoch warm bis teilweise heiß. Besonders Bayern, der südliche Oberrhein und die Gebiete nahe der Alpen verbleiben in der wärmeren Luft.
Samstag, 8. August: Neue Erwärmung beginnt im Südwesten
Bereits am Samstag, 8. August, dreht die Entwicklung erneut. Von Frankreich und der Schweiz strömt wieder deutlich wärmere Luft nach Südwestdeutschland.
Die Erwärmung betrifft zunächst vor allem:
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den Oberrheingraben,
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Baden-Württemberg,
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das Saarland,
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Rheinland-Pfalz,
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Südhessen,
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Bayern.
In diesen Regionen sind bei längerem Sonnenschein wieder Temperaturen von deutlich über 30 Grad möglich. Der Oberrhein dürfte erneut zu den heißesten Regionen Deutschlands gehören.
In Norddeutschland bleibt die Luft am Samstag zunächst weniger heiß. Dort ist vielfach sommerliches, aber noch kein außergewöhnlich heißes Wetter zu erwarten.
Sonntag, 9. August: Hitze erreicht große Teile der Mitte
Am Sonntag, 9. August, zeigen GFS und ECMWF übereinstimmend einen kräftigen Vorstoß sehr warmer Luft nach Norden.
Über Süddeutschland und großen Teilen der Mitte werden in 850 hPa verbreitet etwa 18 bis 22 Grad berechnet. Unter günstigen Bedingungen mit viel Sonnenschein wären damit in den Niederungen verbreitet 32 bis 36 Grad möglich. Regional können die Werte auch darüber liegen.
Besonders stark betroffen wären voraussichtlich:
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Baden-Württemberg,
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Bayern und Franken,
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Rheinland-Pfalz und das Saarland,
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Hessen und das Rhein-Main-Gebiet,
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Thüringen,
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Sachsen-Anhalt,
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Sachsen,
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Teile Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens.
Auch Brandenburg und Berlin können vorübergehend wieder in den Bereich großer Hitze gelangen. An den Küsten und im äußersten Norden bleibt es voraussichtlich etwas weniger heiß.
Montag, 10. August: Höhepunkt der neuen Hitzephase möglich
Für Montag, 10. August, berechnet besonders das GFS eine weitere Verstärkung der Hitze. Über der Mitte und dem Süden Deutschlands liegen die Temperaturen in 850 hPa teilweise zwischen 20 und 24 Grad.
Bei ungestörtem Sonnenschein könnte dies regional zu starker Hitze mit 35 bis 38 Grad führen. Die höchsten Werte wären wahrscheinlich erneut am Oberrhein, im Rhein-Main-Gebiet, in Teilen Baden-Württembergs, in Franken und in Bayern möglich.
Das ECMWF zeigt am Montag ebenfalls sehr warme bis heiße Luft über Süd- und Mitteldeutschland, lässt von Nordwesten aber bereits wieder etwas kühlere Luft vorankommen.
Der genaue Höhepunkt und die räumliche Ausdehnung der Hitze sind deshalb noch nicht abschließend geklärt.
Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. August: Große Modellunterschiede
Ab Dienstag, 11. August, nehmen die Unterschiede zwischen GFS und ECMWF deutlich zu.
Das GFS berechnet einen erneuten Vorstoß kühlerer Luft nach Norddeutschland. Nach dieser Variante würde sich die Hitze am Dienstag und Mittwoch zunehmend auf den Süden und Südwesten zurückziehen.
Einzelne ECMWF-Berechnungen zeigen dagegen eine deutlich heißere Variante. Danach könnte sich am Dienstag, 11. August, erneut sehr warme Luft über Deutschland ausbreiten. Am Mittwoch, 12. August, wäre sogar ein großräumiger Hitzevorstoß mit 850-hPa-Temperaturen von mehr als 20 Grad über weiten Teilen Deutschlands möglich.
Diese Entwicklung ist derzeit noch unsicher. Ob die Hitze ab Dienstag zurückgedrängt wird oder nochmals weite Teile Deutschlands erfasst, gehört zu den wichtigsten offenen Fragen der kommenden Modellläufe.
Welche Regionen sind am stärksten von der Hitze betroffen?
Oberrhein und Baden-Württemberg
Das größte und beständigste Hitzepotenzial besteht am Oberrhein und in den tieferen Lagen Baden-Württembergs. Dort beginnt die erneute Erwärmung bereits am Samstag. Auch zu Beginn der folgenden Woche bleibt die Wahrscheinlichkeit für große Hitze hoch.
Bayern und Franken
Bayern gehört ebenfalls zu den besonders betroffenen Regionen. Vor allem Franken, Niederbayern, das Donaugebiet und die tieferen Lagen Süd- und Ostbayerns können ab Sonntag mehrere heiße Tage erleben.
Rhein-Main-Gebiet, Rheinland-Pfalz und Saarland
Im Rhein-Main-Gebiet, in Südhessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland setzt die Erwärmung am Samstag ein. Am Sonntag und Montag dürfte dort vielfach große Hitze auftreten.
Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt
Mitteldeutschland und Sachsen geraten besonders am Sonntag und Montag in die heiße Luft. Wie lange die Hitze dort anhält, hängt davon ab, wie schnell kühlere Luft aus Nordwesten wieder nach Süden vordringt.
Norddeutschland
In Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und dem nördlichen Niedersachsen bleibt die Hitze voraussichtlich kürzer und weniger beständig. Der Sonntag und möglicherweise der Montag können auch dort sehr warm oder heiß werden. Anschließend ist die Entwicklung jedoch deutlich unsicherer.
Trockenheit: Kein flächiger Regen bis zum 12. August in Sicht
Die aufsummierten Niederschlagskarten von GFS und ECMWF zeigen bis Mittwoch, 12. August, weiterhin keinen großflächigen und ergiebigen Dauerregen.
In vielen Regionen Deutschlands werden insgesamt nur geringe Niederschlagsmengen berechnet. Besonders trocken bleiben voraussichtlich:
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Nordrhein-Westfalen,
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Rheinland-Pfalz,
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das Saarland,
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Hessen,
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große Teile Baden-Württembergs,
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Teile Niedersachsens,
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weite Gebiete Mitteldeutschlands.
Das ECMWF berechnet im Norden und Nordosten etwas höhere Niederschlagssummen als das GFS. Auch dort handelt es sich jedoch meist nicht um gleichmäßig verteilten Landregen.
Gewitter bringen Regen nur sehr ungleichmäßig
Höhere Niederschlagssummen erscheinen vor allem dort, wo einzelne Schauer und Gewitter auftreten. Das betrifft insbesondere:
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den Alpenrand,
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das südliche Bayern,
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örtlich den Schwarzwald,
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einzelne Regionen im Osten und Nordosten.
Lokal können durch kräftige Gewitter innerhalb kurzer Zeit 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter oder mehr fallen. Solche Mengen sind jedoch räumlich eng begrenzt. Wenige Kilometer entfernt kann es nahezu trocken bleiben.
Für ausgetrocknete Böden ist diese Art von Niederschlag nur eingeschränkt hilfreich. Bei starkem Regen fließt ein Teil des Wassers oberflächlich ab, bevor es tief in den Boden eindringen kann.