Wettervorhersage Deutschland Dienstag, 11. August 2026

Viel Sonne und trocken – im Südwesten wieder über 30 Grad

Wettervorhersage Deutschland Dienstag, 11. August 2026

Der Dienstag bringt Deutschland überwiegend ruhiges und trockenes Sommerwetter. Im Norden bleibt es deutlich kühler, während sich im Süden und besonders im Südwesten bereits wieder sehr warme bis heiße Luft bemerkbar macht. Größere Regengebiete sind nicht in Sicht. Lediglich im Küstenumfeld und am Alpenrand besteht ein geringes Schauerrisiko.

Für die ohnehin trockenen Regionen ist das keine gute Nachricht: Nennenswerter flächiger Regen fällt erneut aus.

Wetterlage: Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa

Die großräumige Wetterlage wird am Dienstag von einem Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über den Britischen Inseln und dem westlichen Mitteleuropa geprägt. Gleichzeitig liegt über Skandinavien deutlich tieferes Geopotential.

Deutschland befindet sich damit an der östlichen bis südöstlichen Flanke des Hochs. Vor allem in den Norden gelangt mit einer nördlichen bis nordöstlichen Strömung vergleichsweise kühle Luft. Weiter nach Süden nimmt der Einfluss der sehr warmen Luft über West- und Südeuropa deutlich zu.

Die Folge ist ein ausgeprägtes Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd: Während an Nord- und Ostsee nur mäßig warme Luft liegt, wird es am Oberrhein bereits wieder heiß.

Dienstagmorgen: Teilweise überraschend frisch

Die Nacht und der frühe Dienstagmorgen können vor allem in der Nordhälfte recht frisch ausfallen.

ICON-D2 berechnet zum Morgen vielerorts Tiefstwerte von ungefähr 7 bis 11 Grad. In einzelnen windgeschützten Lagen und Tälern können auch Werte um 6 Grad auftreten.

Etwas milder bleibt es im Süden und Südwesten mit meist etwa 10 bis 14 Grad. Auch an der Küste verhindert der Wind teilweise eine stärkere Abkühlung.

Gerade nach den zuletzt heißen Tagen dürfte sich der Dienstagmorgen damit in vielen Regionen ausgesprochen angenehm anfühlen.

Der Taupunkt zeigt: Die Luft ist vielerorts ziemlich trocken

Interessant ist am Dienstag auch die Taupunkttemperatur. Sie beschreibt vereinfacht den Feuchtegehalt der Luft: Je höher der Taupunkt, desto feuchter und bei sommerlicher Wärme häufig auch schwüler fühlt sich die Luft an.

Am Morgen liegen die Taupunkte nach GFS meist ungefähr zwischen 6 und 12 Grad, im Süden stellenweise etwas höher.

Im Tagesverlauf trocknet die Luft über weiten Teilen Deutschlands sogar weiter ab. Besonders von Nordrhein-Westfalen über Hessen und Thüringen bis nach Sachsen werden am Nachmittag zum Teil nur noch Taupunkte von etwa 2 bis 6 Grad berechnet.

Das bedeutet: Trotz steigender Temperaturen ist es in großen Teilen Deutschlands keine ausgeprägt schwüle Hitze. Im Süden bleibt die Luft etwas feuchter, auch dort ist eine flächig drückende Schwüle zunächst aber kein großes Thema.

Wetter am Dienstag nach Regionen

Norden und Nordwesten

Von Schleswig-Holstein über Hamburg bis nach Niedersachsen ist es zeitweise wolkiger als im übrigen Deutschland. Besonders Richtung Nord- und Ostsee können immer wieder Wolkenfelder durchziehen.

Einzelne kurze Schauer im Küstenumfeld sind nicht völlig ausgeschlossen, größere Regenmengen werden aber nicht berechnet.

Die Höchstwerte erreichen meist 20 bis 25 Grad, im südlichen Niedersachsen örtlich etwas mehr. An den Küsten bleibt es am kühlsten.

Westen und Mitte

Von Nordrhein-Westfalen über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen scheint häufig die Sonne. Zeitweise ziehen lockere Wolkenfelder durch, Regen ist aber kaum ein Thema.

Die Temperaturen steigen meist auf 26 bis 30 Grad. Besonders entlang von Rhein und Main wird es sommerlich warm.

Auffällig ist hier die sehr trockene Luft mit niedrigen Taupunkten am Nachmittag.

Osten und Nordosten

Von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg bis nach Sachsen gibt es einen Mix aus Sonne und zeitweise einigen Wolken.

Meist bleibt es trocken. Die Höchstwerte liegen überwiegend zwischen 24 und 29 Grad, Richtung Ostseeküste darunter.

Südwesten

Am wärmsten wird es erneut im Südwesten. Baden-Württemberg und besonders der Oberrhein bekommen viel Sonne.

Verbreitet werden 30 bis 33 Grad erreicht, am Oberrhein sind nach ICON-D2 örtlich auch Werte um 34 Grad möglich.

Damit beginnt hier nach der kurzen Verschnaufpause bereits die nächste deutlich heißere Phase.

Süden und Bayern

Auch Bayern bekommt viel Sonne. Die Temperaturen erreichen meist 28 bis 31 Grad, örtlich etwas darüber.

Am Alpenrand bilden sich im Tagesverlauf einige Quellwolken. Ein einzelner Schauer oder ein Gewitter kann dort nicht völlig ausgeschlossen werden. Das deutlich stärkere Niederschlagssignal liegt in den Modellen allerdings südlich der deutschen Alpen.

Regen bleibt die große Ausnahme

Sowohl ICON-D2 als auch GFS zeigen für Dienstag über Deutschland insgesamt nur sehr geringe Niederschlagsmengen.

Abgesehen von einzelnen schwachen Schauern im äußersten Norden und möglichen lokalen Entwicklungen an den Alpen bleibt der größte Teil des Landes trocken.

Damit setzt sich die problematische Entwicklung für bereits trockene Gebiete fort. Besonders im Südwesten und am Oberrhein, aber auch in Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen sowie der Mitte Deutschlands fehlt weiterhin ein flächiger, ergiebiger Landregen.

Auch dort, wo lokal ein kurzer Schauer auftreten sollte, wäre das keine nachhaltige Entlastung für tiefere Bodenschichten.

Wind: Meist schwach, an der Küste lebhafter

Der Wind kommt überwiegend aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen und bleibt im Binnenland meist schwach.

An Nord- und Ostsee kann er zeitweise deutlich auffrischen. Dadurch fühlt sich der Dienstag dort trotz sommerlicher Temperaturen wesentlich kühler an als im Süden.

Weitere Aussichten: Die Hitze kommt wieder

Am Mittwoch verstärkt sich die Erwärmung vor allem in der Mitte, im Süden und im Südwesten deutlich. Die 850-hPa-Temperaturen steigen besonders über Südwestdeutschland kräftig an. Damit sind dort wieder verbreitet heiße Sommertemperaturen zu erwarten.

Auch am Donnerstag spricht derzeit vieles für überwiegend sonniges und trockenes Wetter. Die sehr warme bis heiße Luft dürfte sich dann weiter über Deutschland ausbreiten.

Damit bleibt auch das grundlegende Problem bestehen: Eine nachhaltige Entspannung der Trockenheit durch flächigen Regen ist zunächst nicht in Sicht.

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