Am Donnerstag, 02. Juli 2026, zeigt sich das Wetter in Deutschland deutlich zweigeteilt. Während sich im Norden und Westen feuchtere und kühlere Luft bemerkbar macht, kann sich im Süden und Südosten noch einmal warme Sommerluft halten.
Besonders gut sieht man diesen Gegensatz in der Höhe: In rund 850 hPa, also etwa 1300 bis 1600 Meter über dem Meeresspiegel, liegt über Norddeutschland deutlich kühlere Luft als über Süddeutschland.
Damit verläuft quer über Deutschland eine Art Wettergrenze. Im Nordwesten dominieren dichte Wolken, Regen und ein auffrischender Nordwestwind. Weiter nach Süden und Südosten bleibt es dagegen oft freundlich, trocken und deutlich wärmer.
Regen zieht im Norden und Westen auf
Schon am Vormittag greifen von der Nordsee her dichtere Wolken und Regen auf den Norden über. Zunächst sind vor allem Schleswig-Holstein, das Nordseeumfeld und Teile Niedersachsens betroffen. Der Regen fällt dabei nicht überall gleichmäßig, sondern nimmt besonders in Küstennähe zeitweise schauerartigen Charakter an.
Im weiteren Tagesverlauf breitet sich das Regengebiet weiter nach Süden und Osten aus. Bis zum Nachmittag und Abend wird zunehmend die gesamte Nordwesthälfte Deutschlands erfasst. Dazu gehören neben Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen auch Teile von Nordrhein-Westfalen sowie später angrenzende Regionen weiter zur Mitte hin.
Die Niederschläge wirken nach den Karten nicht überall kräftig, aber sie sorgen im Nordwesten für einen deutlich unbeständigeren Wettercharakter. Dort, wo die Wolken länger dicht bleiben und es wiederholt regnet oder schauert, fühlt sich der Tag spürbar frischer an.
Südosthälfte oft freundlich und meist trocken
Ganz anders sieht es in der Südosthälfte aus. In großen Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Franken, Sachsen sowie im südlichen Hessen und Rheinland-Pfalz bleibt es über weite Strecken trocken. Hier kann sich die Sonne häufig zeigen, teils ist es heiter bis sonnig.
Auch in der Mitte Deutschlands dauert es länger, bis dichtere Wolkenfelder ankommen. Je weiter man nach Süden und Südosten schaut, desto freundlicher bleibt der Wettercharakter. Dort macht sich die kühlere und feuchtere Nordwestluft zunächst kaum bemerkbar.
Besonders im Süden und Südwesten reicht es deshalb noch einmal für einen sommerlichen Tag. Die Luftmasse ist dort deutlich wärmer, und mit längeren sonnigen Abschnitten steigen die Temperaturen entsprechend an.
Temperaturen: Frisch an der Nordsee, warm im Südwesten
Die Temperaturunterschiede fallen am Donnerstag recht markant aus. An der Nordsee bleibt es mit vielen Wolken, Regen und frischem Wind am kühlsten. Dort werden örtlich nur etwa 19 Grad erreicht.
Im übrigen Norden und Nordwesten liegen die Höchstwerte meist zwischen 20 und 24 Grad. In der Mitte sind je nach Sonnenschein und Wolken etwa 24 bis 28 Grad möglich. Am wärmsten wird es dort, wo die Sonne länger durchkommt und der Regen noch keine Rolle spielt.
Die höchsten Werte werden voraussichtlich in Rheinhessen und in der Vorderpfalz erreicht. Dort sind bis zu 31 Grad möglich. Damit fühlt sich der Donnerstag regional sehr unterschiedlich an: an der See eher frisch und windig, im Südwesten dagegen noch einmal sommerlich warm.
Wind wird an der Küste ein Thema
Neben den Wolken und dem Regen spielt auch der Wind eine wichtige Rolle. Im Norden weht er mäßig bis frisch aus Nordwest. An den Küsten kann er deutlich stärker auffrischen.
Besonders im Nordseeumfeld sind starke bis stürmische Böen möglich. Auf den Inseln und an exponierten Küstenabschnitten kann der Wind zeitweise unangenehm werden. Weiter südlich ist der Wind meist weniger markant und weht überwiegend mäßig.
Der Nordwestwind unterstreicht im Norden den kühleren Wettercharakter zusätzlich. Trotz Temperaturen um oder knapp über 20 Grad kann es sich dort durch Wind, Wolken und Regen deutlich frischer anfühlen.
Gewitter spielen kaum eine Rolle
Eine ausgeprägte Gewitterlage ist am Donnerstag nicht zu erkennen. Im Vordergrund stehen vielmehr die Regen- und Schauerfelder im Norden und Nordwesten. Im Bereich der Nordsee können einzelne Schauer kräftiger ausfallen, verbreitete Gewitter oder Unwetter stehen aber nicht im Mittelpunkt.
Im Süden und Südosten bleibt es zwar deutlich wärmer, doch es fehlt nach den aktuellen Karten weitgehend der kräftige Auslöser für markante Gewitter. Dort bleibt der Tag meist ruhig, freundlich und trocken.