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Wettervorhersage Donnerstag, 09. Juli 202

Viel trockenes Wetter, aber große Unterschiede zwischen Nordost und Südwest.

Wettervorhersage Donnerstag, 09. Juli 202

Deutschland bleibt am Donnerstag in einer eher ruhigen, aber nicht überall sonnigen Wetterlage. Entscheidend ist eine schwache Luftmassengrenze: Im Norden und Osten liegt mäßig warme Nordseeluft, während sich im Westen und Süden deutlich wärmere Sommerluft hält. Dadurch entsteht ein klarer Temperaturkontrast zwischen Nordsee, Nordostdeutschland und dem Südwesten.

Wetterlage: Nordwestströmung, schwache Luftdruckgegensätze und eine aufgelöste Front

Die großräumige Strömung bleibt über Deutschland nordwestlich geprägt. Die ehemalige Front über Deutschland hat sich weitgehend aufgelöst, zurück bleibt aber eine feuchte, flache Luftmasse in einem Streifen vom Nordwesten bis in die Mitte und den Osten.

Der Luftdruckgradient ist insgesamt schwach. Damit gibt es keine markante Windlage, aber im Norden und Osten frischt der Nordwestwind tagsüber zeitweise etwas auf. Meist liegen die Böen bei 20 bis 40 km/h, an der See und exponiert auch etwas darüber. Stürmisch wird es nach den Karten nicht.

Wolken: Zähe tiefe Bewölkung von der Deutschen Bucht bis zu den Mittelgebirgen

Ein wichtiger Punkt am Donnerstag ist die tiefe Bewölkung. Besonders in einem breiteren Streifen von der Deutschen Bucht über Niedersachsen bis Richtung zentrale und östliche Mittelgebirge kann sich Stratus oder tiefe Schichtbewölkung länger halten.

Dort wirkt der Tag zeitweise grau, vor allem in Teilen Niedersachsens und angrenzender Regionen. Nachmittags sollten die Wolken aber vielerorts etwas aufbrechen. Ganz trüb bleibt es also nicht überall, aber die Sonne hat in diesem Streifen deutlich mehr Mühe.

Freundlicher sieht es im Nordosten, etwa Richtung Ostsee, Brandenburg und Lausitz, sowie im Westen und Südwesten aus. Besonders am Oberrhein, an Saar und Mosel sowie in Teilen Baden-Württembergs und Rheinland-Pfalz dürfte sich die Sonne häufiger und länger durchsetzen.

Niederschlag: Meist trocken, nur örtlich etwas Nieselregen

Der Donnerstag bringt für Deutschland insgesamt kaum messbaren Niederschlag. In den Bereichen mit zäher tiefer Bewölkung kann lokal etwas Nieselregen fallen, am ehesten im Stau einzelner Mittelgebirge.

Etwas mehr Niederschlag deutet sich nur im äußersten Süden und Südosten an, besonders Richtung Alpenrand beziehungsweise im Umfeld der Alpen. Dort sind örtlich ein paar Liter pro Quadratmeter möglich. Für den Großteil Deutschlands gilt aber: trocken oder nur minimal feucht.

Temperaturen: Im Südwesten heißer, im Norden deutlich gedämpfter

Die Temperaturverteilung ist sehr klar zweigeteilt:

Im Norden und Osten bleibt es mäßig warm. Häufig werden 20 bis 24 Grad erreicht, in der Lausitz örtlich bis etwa 25 Grad. Direkt an der Nordsee bleibt es bei auflandigem Wind teils bei oder knapp unter 20 Grad.

Im Westen, Südwesten und Süden wird es deutlich wärmer. Dort steigen die Höchstwerte meist auf 25 bis 31 Grad. Am Oberrhein, an Saar und Mosel sind lokal 32 bis 33 Grad möglich. Damit ist der Südwesten klar der sommerlichste und heißeste Bereich Deutschlands.

850-hPa-Temperatur: Warme Luft im Südwesten, kühlere Luft im Nordosten

Auch in rund 1500 Meter Höhe zeigt sich die Luftmassengrenze sehr gut. Über Nord- und Ostdeutschland liegen die 850-hPa-Temperaturen meist nur bei etwa 9 bis 13 Grad. Im Westen und Süden sind es dagegen häufig 15 bis 18 Grad, im äußersten Südwesten sogar nahe 20 Grad.

Das erklärt, warum sich der Südwesten trotz insgesamt ruhiger Wetterlage deutlich stärker erwärmen kann. Dort liegt einfach die wärmere Luftmasse, während Norden und Osten stärker von Nordseeluft beeinflusst bleiben.

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Nacht zum Freitag: Im Süden und Westen mild, im Norden teils frisch

In der Nacht zum Freitag bleibt es im Westen und Süden oft gering bewölkt oder klar. Auch im Nordosten sind größere Wolkenlücken möglich. Dazwischen kann sich die tiefe Bewölkung erneut ausbreiten oder verdichten, vor allem von der Deutschen Bucht bis in die Norddeutsche Tiefebene und weiter Richtung östliche Mittelgebirge.

Die Tiefstwerte liegen im Norden und Osten meist bei 16 bis 10 Grad, in einigen Tälern der östlichen Mittelgebirge auch darunter. Im Westen und Süden bleibt es milder mit 18 bis 12 Grad. In Ballungsräumen und einigen mittleren Höhenlagen kann die Temperatur lokal kaum unter 20 Grad sinken.

Fazit

Der Donnerstag wird in Deutschland überwiegend trocken und insgesamt ruhig, aber nicht überall sonnig. Die zäheste Bewölkung liegt vom Nordwesten bis in die Mitte und teils Richtung Osten. Der freundlichste und wärmste Bereich ist der Südwesten mit örtlich über 30 Grad. Im Norden und Osten bleibt es deutlich gemäßigter, an der Nordsee sogar eher kühl.

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