Deutschland bleibt auch am Freitag in einer zweigeteilten Sommerlage. Während sich im Südwesten die Hitze ausweitet, bleibt es in vielen anderen Regionen zwar freundlich und angenehm sommerlich, aber deutlich weniger heiß. Insgesamt wird der Freitag wettertechnisch eher unspektakulär, und genau das ist für viele Freizeit- und Outdoorpläne eine gute Nachricht.
Wetterlage: Hochdruckeinfluss hält Deutschland ruhig
Über Nordwesteuropa und Skandinavien liegt weiterhin eine blockierende Hochdruckzone, deren Einfluss bis nach Mitteleuropa reicht. Gleichzeitig kräftigt sich der Höhenrücken über Frankreich und der Nordsee wieder. Für Deutschland bedeutet das: Absinken, trockene Luft und kaum Hebung.
Der Osteuropatrog spielt für uns nur eine Nebenrolle. Er kann im Osten ein paar dünnere Wolkenfelder vorbeischicken, mehr aber nicht. Auch die flachen Wolkenfelder im Nordwesten, die sich nachts oder am Morgen von der Nordsee her bilden können, sind meist harmlos und lösen sich im Tagesverlauf weitgehend auf.
Südwesten: Der heißeste Bereich liegt am Oberrhein
Am wärmsten wird es erneut im Südwesten. Besonders entlang des Oberrheins, etwa zwischen Freiburg, Offenburg, Karlsruhe und dem Rhein-Neckar-Raum, sind 30 bis 34 Grad möglich. Auch Richtung Stuttgart, Kraichgau, Pfalz und südliches Hessen wird vielerorts die 30-Grad-Marke erreicht oder knapp überschritten.
Das ist klassische Sommerhitze, aber keine flächendeckend drückende Schwüle. Die Luft ist recht trocken, die Taupunkte liegen teils niedrig. Dadurch fühlt sich die Hitze zwar deutlich warm bis heiß an, aber nicht überall unangenehm tropisch.
Mitte und Westen: Sommerlich, aber meist moderater
In Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz abseits der heißesten Rheinebene sowie Teilen Thüringens und Frankens wird es freundlich bis sonnig. Die Temperaturen liegen häufig zwischen 25 und 30 Grad. Im Rhein-Main-Gebiet und Richtung Mainfranken kann es lokal auch etwas darüber gehen.
Für viele ist das ein sehr brauchbarer Sommertag: warm, trocken, meist wenig Wind und ohne nennenswerte Schauer- oder Gewitterneigung.
Norden: Freundlich, aber nicht heiß
Im Norden startet der Tag stellenweise mit flachen Wolkenfeldern oder Hochnebelresten, besonders in Nordseenähe, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Diese Wolken sind aber meist nicht besonders zäh und machen im Tagesverlauf vielerorts der Sonne Platz.
Die Höchstwerte liegen meist zwischen 22 und 27 Grad, direkt an Nord- und Ostsee bleibt es mit Seewind teils kühler. Für Küste, Radfahren, Garten, Wandern oder Stadtbummel ist das fast ideales Sommerwetter – ohne große Hitzebelastung.
Osten und Nordosten: Freundlich, aber etwas gedämpfter
In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zeigt sich der Freitag überwiegend trocken und zeitweise sonnig. Im Osten können zeitweise dünnere Wolkenfelder durchziehen, die aber kaum ins Gewicht fallen.
Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 23 und 29 Grad. Richtung Lausitz und Elbtal kann es sommerlich warm werden, richtig heiß wird es dort aber eher nicht.
Süden und Alpenrand: Warm, trocken – Gewitter bleiben draußen
Auch in Bayern und Baden-Württemberg scheint häufig die Sonne. Im Alpenumfeld können sich zwar Quellwolken zeigen, für kräftige Gewitter reicht es auf deutscher Seite voraussichtlich kaum. Die Luft ist dafür schlicht zu trocken.
Die eigentliche Gewitterneigung liegt eher inneralpin bis südalpin, also abseits Deutschlands. Nördlich der Alpen bleibt es meist trocken. In München werden eher sommerliche als heiße Werte erreicht, im Südwesten Baden-Württembergs dagegen deutlich mehr.