+++ Am Mittwoch, 1. Juli 2026, bleibt das Wetter in Deutschland wechselhaft. In der Nacht und am Vormittag drohen teils kräftige Gewitter und Starkregen, besonders im Süden, Osten und am Alpenrand. Im Südwesten wird es später wieder freundlicher und am wärmsten. +++
Wetterlage: Die große Hitze ist verdrängt, aber die Luft bleibt unruhig
Am Mittwoch, den 1. Juli 2026, liegt Deutschland nicht mehr unter der extrem heißen Luftmasse der vergangenen Tage. In rund 1500 Meter Höhe, also auf 850 hPa, zeigt sich nun ein deutlich gemäßigteres Temperaturniveau. Im Norden liegen die Werte meist bei etwa 7 bis 9 Grad, in der Mitte bei 9 bis 12 Grad, im Süden und Südwesten noch bei etwa 12 bis 15 Grad.
Das bedeutet: Die ganz große Hitze ist erst einmal vorbei. Gleichzeitig ist aber noch genügend Feuchtigkeit vorhanden, und besonders im Süden und Osten bleibt die Luft labil. Dadurch können sich weiterhin Schauer, kräftiger Regen und Gewitter entwickeln.
Nacht zum Mittwoch: Schauer und Gewitter, lokal Starkregen
Bereits in der Nacht zum Mittwoch ziehen von Südwesten her wiederholt Schauer und Gewitter auf. Besonders betroffen sind nach den Karten zunächst Teile von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Dabei kann es örtlich kräftig schütten. In den intensiveren Zellen sind Starkregen und kurzzeitig auch gewittrige Verstärkungen möglich. Der Schwerpunkt liegt nicht überall gleich: Manche Regionen bekommen nur einzelne Schauer ab, andere können unter kräftigeren Regen- und Gewitterlinien liegen.
Im Westen und Nordwesten lassen die Niederschläge später eher nach, dort lockert es örtlich schon wieder auf. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 19 und 12 Grad, im Westen wird es am kühlsten.
Mittwochvormittag und Mittag: Schwerpunkt am Alpenrand und im Osten
Am Mittwoch selbst verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge zunehmend in den Süden und Osten. Besonders auffällig ist auf den Karten ein breiter Streifen mit Regen und eingelagerten Gewittern vom Alpenrand über Bayern bis nach Sachsen und in Richtung Oder/Neiße.
Am Alpenrand kann es zeitweise länger und kräftiger regnen. Dort sind auch Staueffekte möglich, wodurch regional größere Mengen zusammenkommen können. Die Gesamtniederschlagskarte zeigt bis Mittwochabend beziehungsweise in die Nacht zum Donnerstag hinein vor allem im Süden, Südosten und Osten teils deutlich erhöhte Mengen.
Auch in Richtung Sachsen, Lausitz und östliches Bayern besteht zeitweise die Gefahr kräftiger Regenfälle. Besonders dort, wo Gewitter in den Regen eingelagert sind, kann es kurzzeitig sehr intensiv werden.
Gewitter am Mittwoch: Nicht überall, aber örtlich kräftig
Die Gewitterzutatenkarte zeigt am Mittwoch das größte Potenzial eher im Süden, Südosten und Osten. Dort ist die Luft noch feuchter und labiler als im Westen und Nordwesten.
Das heißt: Flächendeckende Gewitter sind nicht überall zu erwarten, aber dort, wo sich Gewitter bilden oder in Regengebiete eingelagert sind, können sie kräftig ausfallen. Hauptgefahr ist eindeutig Starkregen. Lokal sind auch kleinere Überflutungen, Aquaplaning und schlechte Sicht möglich.
Im Westen und Südwesten nimmt die Gewitterneigung dagegen im Tagesverlauf eher ab. Dort bleibt es vielerorts trockener, und die Sonne kann sich zeitweise besser zeigen.
Schwüle und Wärmebelastung: Deutlich niedriger als zuletzt
Die Karte zur Schwüle- und Wärmebelastung zeigt für Deutschland meist nur geringe bis mäßige Werte. Die höchste Belastung bleibt eher außerhalb Deutschlands über Südosteuropa und Teilen des Mittelmeerraums.
Für Deutschland bedeutet das: Es wird zwar sommerlich, aber nicht mehr extrem belastend heiß. In vielen Regionen fühlt sich die Luft durch Wolken, Wind und Niederschläge deutlich angenehmer an als an den sehr heißen Vortagen. Etwas wärmer und zeitweise noch leicht schwül kann es vor allem im Südwesten sowie in Teilen der Mitte werden.
Temperaturen: Im Südwesten am wärmsten, sonst deutlich gedämpfter
Die Höchstwerte erreichen am Mittwoch meist 20 bis 26 Grad. Am wärmsten wird es dort, wo die Sonne länger durchkommt und die Niederschläge ausbleiben oder rasch abziehen.
Im Südwesten sind örtlich bis etwa 28 Grad möglich. Sonst bleibt es mit vielen Wolken und Regengebieten oft verhaltener. Besonders im Umfeld länger anhaltender Niederschläge am Alpenrand sowie im Osten und Südosten liegen die Temperaturen teils deutlich niedriger.
Dazu weht meist ein mäßiger Nordwestwind, der die frischere Luft zusätzlich spürbar macht.