Die Wetterlage
Ein Tief mit Kern bei rund 988 hPa hält sich hartnäckig über Skandinavien. Von Westen drückt dagegen ein kräftiges Hoch nach – über den Britischen Inseln zeigt das Barometer schon 1030 hPa. Dazwischen wird eine schwache Front über Norddeutschland durchgereicht: erst dichte Wolken und Regen, dann, im Laufe des Tages, Auflockerung. Die Störung zieht ab, und mit ihr die schlechte Laune – nur eben erst zum Abend hin. Im äußersten Süden, in Baden-Württemberg und Bayern, spielt sich das alles ohnehin in weiter Ferne ab: dort scheint von früh bis spät die Sonne, angetrieben von milder Luft aus Südwesten.
Temperaturen
Zwei Länder, ein Land. Hamburg und Berlin kommen auf 20, 21 Grad – ordentlich für Mitte September, aber eben Norddeutschland. Weiter südlich wird es spürbar wärmer: Köln und Frankfurt liegen bei 23, 24 Grad, München zieht mit. Die Krone setzt sich der Breisgau auf – dort, wo die 850-hPa-Temperatur mit 15 bis 17 Grad besonders hoch liegt, sind bis zu 27 Grad drin. Fast schon Ferienwetter.
Wo Gewitter und Schauer drohen
Der Ärger konzentriert sich auf die Küste. Am Vormittag ziehen zunächst die Reste der Regenfront durch, am Nachmittag legt es dann noch einmal nach: Rund um Nordfriesland, die Deutsche Bucht und den Bereich Rügen/Fehmarn bilden sich kräftige Schauer, vereinzelt auch Gewitter. Bis zu 14 Liter pro Quadratmeter kommen dort zusammen, Hamburg landet bei etwa 8. Richtung Osten – Leipzig, Dresden, Berlin – wird es mit 6 bis 7 Litern schon ruhiger. Südlich des Mains bleibt der Regenschirm zu Hause: In Baden-Württemberg und Bayern regnet es praktisch gar nicht.
Wind und Sturm
Grundsätzlich schwacher bis mäßiger Westwind, doch in der Nordhälfte wird es ungemütlicher. Schon vormittags frischt es über der Nordsee stürmisch auf, 60 bis 80 km/h sind dort keine Seltenheit, im Tagesverlauf greift das etwas aufs Binnenland über. Wenn am Abend die Schauer und Gewitter an der Küste aktiv werden, sind exponiert – auf den Inseln, an den Halligen – auch Sturmböen um 90 km/h drin. Und dann ist da noch der Brocken, der sich wie so oft nicht an die Regeln des Umlands hält: Dort drohen schwere Sturmböen. Süden und Mitte bleiben davon unbehelligt.