Ein kräftiges Hochdruckgebiet über dem Nordatlantik und dem Seegebiet zwischen Nordsee und Norwegen hält wetterwirksame Tiefdruckgebiete weitgehend auf Abstand. Gleichzeitig liegt westlich von Deutschland ein stabiler Höhenrücken, während sich über Osteuropa ein Höhentief hält.
Diese Konstellation sorgt für eine nördliche bis östliche Grundströmung, mit der vergleichsweise trockene Luft nach Deutschland gelangt. Dadurch kann es zwar sehr heiß werden, vor allem im Südwesten, doch die Luft fühlt sich vielerorts weniger drückend an als bei einer klassischen schwül-heißen Gewitterlage.
Ganz ohne regionale Unterschiede geht es dennoch nicht: Der Südwesten erlebt nahezu ungetrübtes Hochsommerwetter, während im Norden und besonders im Osten zeitweise einige Quellwolken sowie hohe und mittelhohe Wolkenfelder auftauchen können.
Samstag, 11. Juli 2026: Sonniger Hochsommertag mit bis zu 36 Grad
Am Samstag dominiert in fast ganz Deutschland ruhiges, trockenes und sonniges Wetter. Besonders in der Südwesthälfte zeigt sich der Himmel über viele Stunden wolkenlos oder nur gering bewölkt. Vom Saarland und Rheinland-Pfalz über Baden-Württemberg bis nach Bayern ist Sonnenschutz praktisch Pflicht.
Im Norden sowie in Teilen Ost- und Nordostdeutschlands können im Tagesverlauf einige Quellwolken entstehen. Zusätzlich ziehen dort mitunter dünne Wolkenfelder durch, die die Sonne vorübergehend etwas milchig erscheinen lassen. Ein grauer oder gar verregneter Tag ist aber auch dort nicht zu erwarten.
Temperaturen am Samstag
Der Temperaturunterschied zwischen Nordost und Südwest bleibt deutlich:
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An den Küsten werden bei auflandigem Wind teilweise nur 22 bis 26 Grad erreicht.
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Im norddeutschen Binnenland liegen die Höchstwerte meist bei 26 bis 30 Grad.
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In Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind verbreitet 28 bis 31 Grad möglich.
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In der Mitte und im Westen steigen die Temperaturen häufig auf 30 bis 33 Grad.
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Im Südwesten werden verbreitet 33 bis 35 Grad, am Oberrhein örtlich etwa 36 Grad erwartet.
Besonders heiß wird es damit voraussichtlich entlang des Rheins, in Teilen der Pfalz, im Saarland sowie im Westen und Süden Baden-Württembergs. Auch im Rhein-Main-Gebiet und in einigen geschützten Tälern kann die 35-Grad-Marke zumindest erreicht werden.
Die höchsten Modellwerte konzentrieren sich auf den äußersten Südwesten. Dort kommen mehrere Faktoren zusammen: sehr warme Luft in rund 1500 Metern Höhe, viel Sonnenschein, trockene Böden und eine gute Durchmischung der Luft.
Schwüle und Wärmebelastung
Trotz der hohen Temperaturen ist die Luft nicht überall ausgesprochen schwül. Die trockene Luftmasse begrenzt vor allem im Süden die Taupunkte und damit das typische „Waschküchengefühl“.
Die von Blick aufs Wetter berechnete Schwüle- und Wärmebelastung zeigt dennoch im Westen und Südwesten erhöhte Werte. Das liegt vor allem an der reinen Hitze. Eine hohe Wärmebelastung bedeutet nicht automatisch, dass die Luft extrem feucht ist.
Im Südwesten und Westen kann der Belastungsindex am Nachmittag örtlich Werte um 6 bis 8 auf einer Skala bis 10 erreichen. In der Mitte liegt er häufig im mittleren Bereich, während er im Osten und Nordosten vielerorts etwas niedriger bleibt.
Für körperlich anstrengende Arbeiten, längere Wanderungen oder Sportveranstaltungen ist der frühe Vormittag daher deutlich günstiger als der Nachmittag.
Bleibt es überall trocken?
Für den weitaus größten Teil Deutschlands lautet die Antwort: ja.
Die 24-Stunden-Niederschlagsprognose zeigt fast flächendeckend keinen messbaren Regen. Lediglich im äußersten Osten und Nordosten werden kleinräumig sehr geringe Niederschlagssignale angedeutet. Auch über dem Südschwarzwald und am unmittelbaren Alpenrand könnte sich am Nachmittag vereinzelt eine größere Quellwolke entwickeln.
Ein kurzer, hochbasiger Schauer ist dort theoretisch nicht vollkommen ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit bleibt aber gering. Für kräftige Gewitter fehlt es sowohl bodennah als auch in höheren Luftschichten an Feuchtigkeit.
Das Gewitterrisiko liegt am Samstag nahezu bei null. Wer eine Gartenparty oder ein Open-Air-Konzert plant, muss deshalb nicht ständig den Himmel beobachten. Höchstens im äußersten Osten könnte lokal einmal ein kurzer Tropfen fallen.
Wind am Samstag
Der Wind spielt keine große Rolle. Er weht meist schwach bis mäßig aus nördlichen bis östlichen Richtungen. Im Binnenland liegen die Böen häufig nur zwischen etwa 15 und 30 km/h.
Etwas lebhafter kann es an den Küsten und stellenweise im Nordosten werden. Dort sind zeitweise Böen um 30 bis 40 km/h möglich. Stürmisches Wetter ist aber nicht zu erwarten.
Der leichte Wind sorgt in der trockenen Luft zumindest zeitweise für etwas Kühlung. In der prallen Sonne bleibt die Wärmebelastung trotzdem hoch.
Outdoorwetter am Samstag: Sehr gut, aber die Hitze ernst nehmen
Für die meisten Veranstaltungen bietet der Samstag ausgezeichnete äußere Bedingungen. Regen, Gewitter und stärkerer Wind spielen kaum eine Rolle.
Open-Air-Konzerte, Vereinsfeste und Sommerfeste:
Die Wetterbedingungen sind nahezu ideal. Bühnen, Pavillons und Dekorationen werden kaum durch Wind oder Regen belastet. Wichtig sind allerdings schattige Bereiche und ausreichend alkoholfreie Getränke. Auf stark aufgeheizten Festplätzen können sich die Temperaturen deutlich höher anfühlen als an einer offiziellen Wetterstation.
Wandern und Radfahren:
Früh starten. Zwischen etwa 13 und 18 Uhr wird es vor allem im Westen und Süden sehr heiß. Touren durch schattige Wälder sind angenehmer als lange Strecken über offene Felder oder sonnige Höhenwege. Im Schwarzwald und an den Alpen sind einzelne Quellwolken möglich, ein verbreitetes Gewitterrisiko besteht jedoch nicht.
Badeseen und Freibäder:
Bestes Badewetter. Allerdings ist die UV-Belastung zur Mittagszeit hoch. Sonnencreme, Kopfbedeckung und regelmäßige Pausen im Schatten gehören dazu. Kinder und ältere Menschen sollten nicht stundenlang in der direkten Sonne bleiben.
Gartenpartys und Grillabende:
Von der Wetterseite bestehen kaum Probleme. Wo Böden und Vegetation bereits trocken sind, sollte wegen der möglichen Brandgefahr besonders vorsichtig mit Grill, Feuer und Zigaretten umgegangen werden. Lokale Verbote und Waldbrandstufen müssen beachtet werden.
Abendveranstaltungen:
Der Abend bleibt lange warm und meist trocken. Im Südwesten liegen die Temperaturen auch nach Sonnenuntergang noch längere Zeit deutlich über 25 Grad. In Norddeutschland wird es schneller angenehm frisch.
Nacht zum Sonntag: Meist klar, im Südwesten örtlich tropisch
In der Nacht zum Sonntag ändert sich an der Wetterlage nur wenig. Über weiten Teilen Deutschlands ist der Himmel klar. Im Norden und Osten können einige dünne hohe oder mittelhohe Wolken durchziehen.
Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 19 und 11 Grad. Besonders mild bleibt es an der Nord- und Ostsee sowie in den Ballungsräumen des Südwestens.
In dicht bebauten Innenstädten entlang des Oberrheins, im Rhein-Neckar-Raum oder im Rhein-Main-Gebiet ist örtlich eine Tropennacht möglich. Das bedeutet, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt.
Ganz anders sieht es in geschützten Tälern, Senken und Mulden der Mittelgebirge aus. Dort kann die trockene Luft stark auskühlen. Lokal sind Tiefstwerte um 10 Grad oder sogar knapp darunter möglich. Zwischen heißen Innenstädten und kühlen Tallagen entstehen damit bemerkenswerte nächtliche Temperaturunterschiede.