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Wetter im August 2026: Heißer Süden, trockener Norden

Der August 2026 war in Deutschland deutlich zu warm und zu trocken. Besonders heiß wurde es im Süden, während im Norden vielerorts Regen fehlte.

Wetter im August 2026: Heißer Süden, trockener Norden

Der August 2026 in Deutschland zeigte zwei sehr unterschiedliche Seiten. Während sich der Hochsommer vor allem im Süden noch einmal mit ungewöhnlich hohen Temperaturen und viel Sonnenschein festsetzte, wurde im Norden ein anderes Wetterthema immer deutlicher: Es fehlte vielerorts erheblich an Regen.

Deutschlandweit war der letzte meteorologische Sommermonat deutlich wärmer als im langjährigen Mittel. Die Monatsmitteltemperatur erreichte 19,7 Grad und lag damit 1,8 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.

Gleichzeitig fiel zu wenig Niederschlag. Im Flächenmittel kamen 60,5 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht nur rund 78 Prozent der normalerweise im August zu erwartenden Niederschlagsmenge.

Auch die Sonne machte Überstunden. Mit durchschnittlich 252,4 Sonnenstunden erreichte Deutschland rund 119 Prozent des langjährigen Mittels.

Doch hinter diesen deutschlandweiten Zahlen verbergen sich erhebliche regionale Unterschiede.

Norden: Der Regen fehlte über weite Strecken

In Norddeutschland war der August ebenfalls wärmer als üblich. Verglichen mit dem Süden fiel der Wärmeüberschuss allerdings deutlich geringer aus.

Von Schleswig Holstein über Niedersachsen bis nach Mecklenburg Vorpommern lagen die Temperaturen vielerorts nur moderat über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Lange und extreme Hitzeperioden bestimmten den Monat dort wesentlich weniger als in den südlichen Landesteilen.

Das eigentliche Thema war im Norden der Niederschlagsmangel.

Große Gebiete erhielten im August deutlich weniger Regen als normalerweise. Regional kam nicht einmal die Hälfte der üblichen Monatsmenge zusammen. Besonders in Teilen Nord und Nordostdeutschlands blieb der Regen über längere Zeit nahezu vollständig aus.

Einzelne Schauer und Wetterfronten konnten diese Defizite nur punktuell ausgleichen. Wo kräftigere Niederschläge ausblieben, verschärfte sich die Trockenheit im Verlauf des Monats weiter.

Damit wurde der August im Norden weniger durch außergewöhnliche Hitze als vielmehr durch einen anhaltenden Mangel an flächigem Regen geprägt.

Süden: Der Hochsommer hielt sich hartnäckig

Deutlich anders verlief der Monat in Süddeutschland.

Vor allem in Baden Württemberg und Bayern lag die Mitteltemperatur deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. In großen Teilen des Südens wurden positive Temperaturabweichungen von etwa zwei bis vier Grad erreicht, regional lagen sie noch höher.

Hier zeigte sich der August tatsächlich als ausgeprägter Hochsommermonat.

Immer wieder gelangte sehr warme Luft nach Süddeutschland. Gleichzeitig sorgten längere sonnige Wetterabschnitte dafür, dass sich die Hitze über mehrere Tage aufbauen konnte.

Besonders im Südwesten und in Bayern hielten sich sommerliche bis hochsommerliche Temperaturen wesentlich hartnäckiger als im Norden.

Auch bei der Sonnenscheindauer ragte Süddeutschland heraus. Regional wurden weit mehr als 250 Sonnenstunden erreicht. Viele Tage brachten über längere Zeit wolkenarmen Himmel und intensive Sonneneinstrahlung.

Während im Norden also vor allem der fehlende Regen auffiel, dominierte im Süden die ungewöhnliche Wärme.

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Zwischen Nordsee und Alpen entstand ein deutliches Temperaturgefälle

Die Temperaturbilanz zeigt eine klare Entwicklung von Norden nach Süden.

An den Küsten waren die Abweichungen vom langjährigen Mittel vergleichsweise gering. Weiter Richtung Süden nahm der Wärmeüberschuss dagegen deutlich zu.

Besonders ausgeprägt war dieser Effekt in Südwestdeutschland und im Alpenvorland.

Das verdeutlicht, warum der deutschlandweite Mittelwert von 19,7 Grad allein nur wenig darüber aussagt, wie der August tatsächlich erlebt wurde.

Zwischen Schleswig Holstein und dem Oberrhein bestanden über längere Phasen erhebliche Unterschiede. Während im Norden gemäßigtere Luftmassen Einfluss hatten, konnte sich im Süden die heiße Sommerluft wesentlich länger behaupten.

Beim Regen war der Süden ein Flickenteppich

Auch Süddeutschland war keineswegs überall ausreichend mit Regen versorgt.

Die Niederschlagsverteilung war dort allerdings wesentlich ungleichmäßiger als im Norden. Verantwortlich dafür waren vor allem Schauer und Gewitter.

Solche sommerlichen Niederschläge können innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen bringen. Gleichzeitig gehen wenige Kilometer entfernte Regionen nahezu leer aus.

Genau dieses Muster zeigte sich auch im August.

Einige Gebiete erhielten durch kräftige Schauer und Gewitter normale oder sogar überdurchschnittliche Regenmengen. Besonders Richtung Alpen kamen örtlich deutlich höhere Monatssummen zusammen.

Andere Regionen im Südwesten und in Bayern blieben dagegen trotz einzelner Gewitter weiterhin zu trocken.

Eine hohe Regenmenge an einem einzelnen Ort bedeutete deshalb keineswegs, dass sich die Trockenheit großflächig entspannte.

Die regionalen Unterschiede der Temperatur und des Niederschlags lassen sich auch in unserer Klimabilanz für Deutschland nachvollziehen.

Gewitter brachten regional viel Regen auf einmal

Im weiteren Verlauf des August wurde die Wetterlage wechselhafter.

Nach längeren sommerlichen Hochdruckphasen konnten sich häufiger Schauer und Gewitter entwickeln. Besonders im Süden und in der Mitte Deutschlands fielen dabei lokal große Regenmengen innerhalb kurzer Zeit.

Diese Niederschläge änderten jedoch nur wenig an der großräumigen Monatsbilanz.

Denn Starkregen bei Gewittern ist räumlich stark begrenzt. Während ein Ort innerhalb einer Stunde große Regenmengen abbekommt, kann es wenige Kilometer entfernt nahezu trocken bleiben.

Gerade in einem Sommermonat kann deshalb gleichzeitig beides auftreten: lokaler Starkregen und großräumige Trockenheit.

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Die zweite Augusthälfte wurde zunehmend wechselhafter

Im Laufe der zweiten Monatshälfte verlor die zuvor häufig stabile sommerliche Wetterlage an Beständigkeit.

Tiefdruckeinfluss erreichte Deutschland häufiger. Schauer, Gewitter, mehr Wolken und zeitweise auffrischender Wind unterbrachen die längeren sonnigen Phasen.

Damit begann sich allmählich ein Wetterwechsel anzudeuten.

Die größten Temperaturunterschiede zwischen Norden und Süden gingen zeitweise zurück, und auch der Charakter des Wetters wurde wechselhafter.

An der Monatsbilanz änderte dies allerdings wenig: Der August blieb deutschlandweit deutlich zu warm, sonnig und insgesamt zu trocken.

August 2026 war 1,8 Grad wärmer als üblich

Die Deutschlandbilanz zeigt die Besonderheiten des Monats deutlich:

Temperatur: 19,7 Grad
Abweichung zu 1991 bis 2020: +1,8 Grad
Niederschlag: 60,5 Liter pro Quadratmeter
Anteil am langjährigen Mittel: 78 Prozent
Sonnenscheindauer: 252,4 Stunden
Anteil am langjährigen Mittel: 119 Prozent

Diese Zahlen zeigen einen warmen, trockenen und sehr sonnigen August.

Noch interessanter wird der Monat allerdings beim Blick auf die regionale Verteilung.

August 2026: Zwei unterschiedliche Sommerwelten in Deutschland

Der August 2026 lässt sich nicht allein mit „zu warm“ oder „zu trocken“ beschreiben.

Im Norden dominierte vor allem der Regenmangel. Im Süden standen dagegen Hitze und sehr viel Sonnenschein im Mittelpunkt.

Dazu kam eine ausgesprochen ungleichmäßige Niederschlagsverteilung. Besonders Gewitter sorgten dafür, dass einige Regionen innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen erhielten, während es andernorts weiterhin deutlich zu trocken blieb.

Zwischen Nordsee und Alpen lagen damit im August zeitweise zwei unterschiedliche Sommerwelten.

Der Süden hielt besonders lange am Hochsommer fest. Im Norden war es weniger heiß, doch dort wurde zunehmend deutlich, wie dringend großflächiger und länger anhaltender Regen benötigt wurde.

Mit dem Beginn des Septembers stellt sich nun die Frage, wie schnell sich der Spätsommer behaupten kann und ob sich die Niederschlagsdefizite in den trockenen Regionen zumindest teilweise abbauen.

Weitere Karten, Monatswerte und regionale Abweichungen gibt es in der aktuellen Klimabilanz Deutschland für August 2026.

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